Bestseller-Autor Wolfgang „Woid Woife“ Schreil kommt nach Datterode

Zuhause in der Natur: Wolfgang Schreil lebt in den Wäldern bei Bodenmais – und erlangt Bekanntheit durch Auftritte und Beiträge in Rundfunk und Fernsehen. 

Wolfgang Schreil lebt in den Wäldern bei Bodenmais – am Sonntag, 17. November, kommt er nach Datterode. 

Wolfgang Schreil, der von allen nur „Woid Woife“ (die freie Übersetzung dieses bayerischen Zungenschlags wäre „Wald-Wolfgang“) genannt wird, gehörte einst zu den stärksten Männern der Welt. Er zog Lastwagen, trug Baggerschaufeln und 180-Kilo-Steine. 

Heute ist ein Bauwagen in den Wäldern seines bayerischen Heimatdorfs Bodenmais sein Rückzugsort vor der lauten Geschäftigkeit der Welt. Zwar teilt er mit seiner Ehefrau Sabine noch einen ganz normalen Haushalt – am liebsten aber ist er in seiner geliebten Natur, und zwar bei Wind, Wetter und auch mal bei minus zehn Grad Celsius.

Der engagierte Naturschützer und hauptberufliche Totengräber wird zunächst als Spinner verschrieen, er polarisiert und wird kritisiert – erlebt aber derzeit eine immens hohe Welle an Zuspruch und Begeisterung. Geschickt nutzt er Social-Media-Kanäle, Fernsehauftritte und Dokumentationen, um auf sein Anliegen, den Schutz von Natur und Umwelt, aufmerksam zu machen.

Ein passender Gast angesichts der aktuellen Problematiken in der Region, befanden die Mitglieder des Heimatvereins Datterode: Sie gewannen den Naturschützer, Fotograf und Bestellerautor für die traditionelle Jahreslesung des Heimatvereins am Sonntag, 17. November.

Jeder könne auf wunderbare Art die Natur erleben – gefragt sei aber die Bereitschaft, umzudenken und gewohnte Lebensmuster zu ändern, sagt Wolfgang Schreil. „Ein Blick über den eigenen Tellerrand und der Entschluss, jetzt aktiv zu leben: Dann kann die Natur, die Zukunft für uns alle, aber auch für jeden Einzelnen, anders aussehen.“ In Datterode will Woid-Woife aus seinem außergewöhnlichen Leben erzählen; von den kleinen Dingen, die er so sehr zu schätzen weiß. 

Leben im Bauwagen

Von seinem Leben im Bauwagen, der aus einem Grimm’schen Märchen entsprungen sein könnte: An Wänden und Decke hängen ausgestopft Habicht, Fuchs und Dachs. Auch ein aufgeblasener Auerhahn, den er besonders mag. Dazwischen ducken sich, längst vergilbt, Fotos von den Eltern und Großeltern. Die Natur habe ihre eigenen Gesetze, sagt Wolfgang Schreil. Hier geht es nicht um Gut oder Böse, sondern nur ums Überleben. „Der Stärkste setzt sich durch“, sagt er – und Stärke hat ihn immer fasziniert, den einst stärksten Mann der Welt.

Termin: Den Sonntag, 17. November, solle man sich bereits jetzt freihalten, um ab 15 Uhr im Bürgersaal des Marktwerts in Datterode an der auch überregional viel beachteten Lesungsreihe teilzunehmen, heißt es in einer Pressemitteilung des Heimatvereins Datterode. Dessen Mitglieder freuen sich auf den besonderen Gast, der zu den virulenten Bedrohungen der regionalen Natur und ihrer Schöpfung durch beispiellose Bauvorhaben großindustrieller Windkraftanlagen und der Südlink-Megastromtrasse Stellung nimmt. Wie stets ist der Eintritt frei.

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