Selbst hergestellt

Büfett statt Butterstulle: In der Röhrdaer Kita gibt es jetzt gesundes Frühstück

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Schluss mit mitgebrachten Frühstücksbroten: In der Kita „“Kleine Hände“ in Röhrda wird ab November das gesunde Frühstücks-Büfett für die zirka 80 Kinder eingeführt.

Mit Beginn des Novembers endet in der Röhrdaer Kita „Kleine Hände“ die Ära der Brotdose. Nach zahlreichen Workshops und Gesprächen mit Eltern und Kindern wird es ab demnächst in der Einrichtung für die rund 80 Kinder statt mitgebrachter Brote ein Frühstücksbüfett geben. 

Gesund und nach Möglichkeit selbst hergestellt soll es sein. Und letzteres soll, so Kitaleiterin Carina Van der Wille, nicht nur Marmeladen und selbst geschnippeltes Obst betreffen, sondern auch Brot und Brötchen sollen in der kitaeigenen Küche gemeinsam mit den Kindern gebacken werden.

„Es ist wertvoll, wenn den Kindern vermittelt wird, wo das Essen herkommt und was drin ist“, sagte Tina Hildebrandt, Ernährungsberaterin aus Eschwege, die am Dienstag einen Ernährungsworkshop für Eltern in Röhrda anbot. „Das ist gelebte Ernährung“, lobte sie das Engagement der Einrichtung. In ihrem Vortrag machte sie deutlich, dass sich die Ernährungsprinzipien von Erwachsenen und Kindern nicht so gravierend unterscheiden.

Sie sind dabei: Eine Handvoll Eltern der Kita lauschen dem Vortrag von Ernährungsberaterin Tina Hildebrandt und kommen mit ihr ins Gespräch.

An der Spitze der sogenannten Ernährungspyramide, mit der auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung arbeitet, steht „alles, was lecker ist“, erklärt Tina Hildebrandt.

Bei der gesunden Ernährung gehe es nicht um „gute und böse Lebensmittel“, sondern immer um das richtige Maß. „Kinder wissen schnell, was schlecht für die Gesundheit ist, das hält sie aber noch lange nicht davon ab, es trotzdem zu essen.“

Hildebrandt empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag für die Kinder und Vollkornprodukte. Nichts sei verboten, denn wer sich zu 80 Prozent gesund ernähre, darf 20 Prozent Dinge essen, die nicht an der Spitze der gesunden Nahrungsmittel stehen.

Großen Stellenwert misst sie dem Trinken bei, denn nur dünnes Blut kann ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe ins Gehirn schaffen. „Kinder, die zu wenig trinken, sind oft unkonzentriert, schnell müde und haben Kopfschmerzen“, weiß sie.

Aber besonders appelliert die Ernährungsberaterin, möglichst naturbelassen Lebensmittel zu kaufen und zu verwenden und gibt als Starthilfe einen Tipp: „Legen Sie im Supermarkt mal nur Dinge in den Einkaufswagen, die Ihre Urgroßmutter schon kannte.“

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