Datterode: Bürger informieren sich über geplantes Schwalbenhaus

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Lehrreich: Vogelschutzbeauftragter Dieter Pröger erklärt den Aufbau des Schwalbenhauses.

Datterode. Die Planungen für ein Schwalbenhaus in Datterode werden konkret: Heimatverein und Vogelschutzbeauftragter klärten bei einem Infoabend Fragen der Bürger.

 „Es dient uns allen“, weiß Dieter Pröger mit Blick auf das in Datterode geplante Schwalbenhaus zu sagen. Bei einer Informationsveranstaltung für Anwohner und Interessierte erklärten Thomas Beck, Vorsitzender des Heimatvereins, und Dieter Pröger, Vogelschutzbeauftragter der Kreisstadt Eschwege, Voraussetzungen für die Standortauswahl und den Aufbau des Schwalbenhauses.

Bereits mehr als 200 Schwalbenhäuser in Hessen

In Hessen wurden bereits über 200 Schwalbenhäuser erbaut, wobei bereits in Eschwege, Oberhone, Röhrda und weiteren Orten in der Region eines errichtet wurde. Vor allem die Wahl des richtigen Standortes wurde während des Informationsabends behandelt, wobei auf Einwände und Bedenken eingegangen wurde. 

Anhand von Beispielen aus der Region erklärte Dieter Pröger, dass es wichtig sei, das Schwalbenhaus, an dessen Oberteil mit einer quadratischen Fläche und einer Seitenlänge von 2,50 Metern 48 Kunstnester angebracht werden, in einem Gebiet zu errichten, in dem bereits bebrütete Schwalbennester zu finden sind.

Finanzierung des Schwalbenhauses steht

Die Idee zu dem Projekt, dessen Ziel es ist, die Population der Tiere zu stützen, entstand bereits vor vier Jahren. Nachdem der Beschluss zur Umsetzung vor zwei Jahren gefasst wurde, ist die Finanzierung inzwischen durch Förderung der Unteren Naturschutzbehörde und des Fördervereins für ländliche Strukturen Datterode sowie durch Eigenmittel des Vereins gesichert. Zudem unterstützt die Gemeinde das Projekt mit Arbeitsleistungen. 

Anwohner äußerten Bedenken zum Schwalbenhaus

Zu den geäußerten Bedenken der Anwohner gehörten die Sorge um Schmutz durch die Schwalben und die Frage danach, wo genau und in welcher Höhe das Schwalbenhaus angebracht werden soll, da eine Einschränkung der Sicht befürchtet wurde. Dieter Pröger erklärte anhand von Bildern, wie man durch mögliche Bepflanzung unter dem Schwalbenhaus und Kotbretter unter Schwalbennestern an Häusern dafür sorgt, dass Fenster, Wände und Gehwege frei von Verschmutzungen bleiben.

Auch über den genauen Standort und die mögliche Verlängerung des in der Regel fünf Meter langen Stahlmastes, der das ein Meter hohe und 550 Kilogramm schwere Oberteil trägt, wurde beraten. Als wichtigster der insgesamt zehn Punkte des Informationsabends wurde die Frage danach, ob das Schwalbenhaus von den Anwohnern akzeptiert werde, behandelt. Bürgermeister Klaus Fissmann betonte, dass man bei der Auswahl des Standortes genau darauf achte, die Interessen der Anwohner zu wahren.

Von Eden Sophie Rimbach

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