Hier soll der Ball wieder rollen

Minigolfanlage in Datterode wird instand gesetzt

Noch viel zu tun: Neben der Datteröder Minigolfanlage wird das gesamte Areal samt Unterstellmöglichkeit, Grillplatz und Umzäunung wieder hergerichtet – alles ausschließlich in ehrenamtlicher Arbeit. Bis zum Frühjahr soll alles geschafft sein. Fotos: Spanel

Datterode. Pyramiden und Vulkane – was im ersten Augenblick an exotische Reiseziele denken lässt, ist in Wirklichkeit ganz nah: in Datterode nämlich. Gemeint sind die abwechslungsreichen Bahnen verschiedener Schwierigkeitsgrade auf der weitläufigen Minigolfanlage des Ringgauer Ortsteils.

Nach deren unrühmlicher Schließung samt erbitterter Rechtsstreitigkeiten (wir berichteten) wird jetzt die Zukunft in Angriff genommen: Unter der Federführung des Fördervereins der ländlichen Strukturen und des Datteröder Ortsbeirats wird die Anlage wieder hergerichtet – und schon im kommenden Frühjahr soll der Golfball rollen.

Und wie ein kleiner Urlaub, zumindest aber eine Auszeit vom Alltag, soll sich ein Besuch der Datteröder Minigolfanlage anfühlen. Idyllisch gelegen am Premiumwanderweg 19 „Gänsekerleweg“ ist sie bereits mit einem Unterstand ausgerüstet. Ein fest gemauerter Grill soll das Ambiente nach Willen der Ehrenamtlichen vervollständigen – rundherum ideal beispielsweise für Feierlichkeiten.

„Das neue Konzept setzt auf das Ehrenamt“, sagt Datterodes Ortsvorsteher Thomas Schmidt. So werde es künftig keinen festen Pächter geben. Stattdessen übernehmen Ehrenamtliche aus dem Ort die Pflege des Areals und der Bahnen; die Mitglieder des Datteröder Heimatvereins haben darüber hinaus in Aussicht gestellt, eine Patenschaft für die zugehörige Wassertretanlage zu übernehmen.

Und auch für die Minigolfbegeisterten wird es eine Neuerung geben – denn bezahlt werden muss nichts mehr. „Die nötige Ausrüstung wie Schläger und Bälle werden frei zugänglich sein“, so der Ortsvorsteher. Ausgeliehen werde auf Vertrauensbasis: „Wer damit Schindluder treibt, nimmt sich am Ende selbst alle Möglichkeiten.“

Gemeinschaftsleistung: Für die Pflege der vorhandenen Wassertretanlage, die Wanderer ansprechen dürfte, bietet der Heimatverein eine Patenschaft an.

Gebeten werde allerdings um eine freiwillige Spende, die in voller Höhe in die Erhaltung der Anlage fließen wird.

Erst einmal aber liegt noch viel Arbeit vor den Ehrenamtlichen, um die verwahrloste Anlage wieder herzurichten. Ein erster, wichtiger Schritt ist bereits getan: Der Freiwilligentag wurde dazu genutzt, tatkräftig anzupacken. Insgesamt zwei Container voller Müll wurden auf dem Areal gesammelt und abtransportiert; Bäume geschnitten und Büsche gestutzt – und auch das Unkraut haben die vielen Freiwilligen größtenteils entfernt. Die Arbeiten werden nun voller Elan fortgesetzt, um den Datterödern und ihren Gästen im kommenden Frühjahr eine neue Attraktion bieten zu können.

• Eines fehlt den Ehrenamtlichen zur Erleichterung ihrer Tätigkeiten: ein Aufsitzrasenmäher. Wer helfen möchte, kann in Kontakt mit Ortsvorsteher Thomas Schmidt treten. Sprechzeit ist an jedem Mittwoch zwischen 18 und 19.30 Uhr im Ortsvorsteherbüro.

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