Fit für die nächsten 50 Jahre

Die Netra-Brücke in Röhrda wird ab Ende September umfangreich saniert

Eine Straßenbrücke mit einem Metallgeländer, über die gerade ein Tanklaster fährt.
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Wird sich auch optisch verändern: Ab kommender Woche wird die Netra-Brücke in Röhrda an der Bundesstraße 7 saniert. Dafür wird das Bauwerk voraussichtlich bis Ende des Jahres für den Verkehr gesperrt sein.

Die Netra-Brücke im Ringgauer Ortsteil Röhrda an der Kreuzung B 7 und der Kreisstraße 24, die Richtung Grandenborn durch Röhrda führt, wird bis Ende des Jahres aufwendig saniert werden. Bereits ab kommendem Dienstag, 29. September, wird das Bauwerk für den Verkehr voraussichtlich bis Ende des Jahres gesperrt werden.

Röhrda - Die eigentlichen Arbeiten sollen bereits am 30. September beginnen. Die Umleitung, vor allem für Lkw und Schwerlastverkehr, soll während der Bauzeit über Netra und Grandenborn erfolgen. Die Bushaltestelle, die unmittelbar hinter der Brücke liegt, wird nicht verlegt, da sich auf Höhe des Bildungshauses Röhrda eine weitere Haltestelle befindet.

Die alte Netra-Brücke, die etwas weiter westlich ebenfalls nach Röhrda führt, hat lediglich eine Traglast von zwölf Tonnen und kommt deshalb nach Auskunft von Stefan Morgenthal vom KMO-Ingenieurbüro nicht infrage.

Sanierung kostet 120.000 Euro

Die Sanierung der Netra-Brücke ist Teil der Sanierungsmaßnahmen des Kreises, der für die Erneuerung der Brücke 120 000 Euro investieren wird. „Dafür soll die Brücke dann aber noch ein paar Jahrzehnte halten“, sagt Morgenthal. Die Brücke befindet sich auf einer Kreisstraße. An dem Bauwerk, das 1973 komplett aus Beton errichtet wurde, habe in den vergangenen Jahrzehnten sichtbar der „Zahn der Zeit genagt“, so der der Ingenieur. Der Hauptkorpus der Brücke sei aber intakt, jetzt werde er freigelegt und dann komplett beschichtet und versiegelt, damit weder Feuchtigkeit noch Frost der Brücke etwas anhaben können. Ihre Traglast beträgt insgesamt 80 Tonnen.

Brücke wird abgedichtet und versiegelt

Die sogenannte Kappe der Brücke weist tiefe Risse und Verwerfungen im Beton auf, deshalb werde diese vollständig abgetragen und erneuert – auch hier zum Schutz vor Feuchtigkeit und Streusalz, das den Beton angreift. Die Asphaltdecke über die Netra-Brücke soll ebenfalls abgetragen und erneuert werden. Mit dem Abfräsen der Decke sollen die Arbeiten in der nächsten Woche auch beginnen. „Wichtig ist, die Straße dichtzumachen, bevor der Frost kommt“, sagt Morgenthal. Im Zuge der Sanierung soll auch das Geländer der Brücke ersetzt werden. Das Metallgeländer hat nur eine Höhe von 90 Zentimetern, jetzt soll die Brücke ein, einen Meter hohes Geländer bekommen. Wenn die Brücke dann noch mal 50 Jahre hält, hat sie ihr Geld verdient“, so der Bauingenieur.

Von Stefanie Salzmann

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