Das schnelle Internet kommt

Fragen und Antworten: Grandenborn und Renda kurz vor Anschluss an Glasfasernetz

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Erster Schritt: Dank des Glasfasernetzes werden im Ringgau vorerst Bandbreiten bis 50 Mbit/s zur Verfügung stehen.

Grandenborn/Renda. Das schnelle Internet in der Gemeinde Ringgau kommt: für die Ortsteile Grandenborn und Renda schon in der kommenden Woche. Das jedenfalls verspricht die Netcom, die am Montagabend über 50 Bürger im Dorfgemeinschaftshaus von Grandenborn informierte.

? Wann können sich die Grandenbörner und Rendaer an das schnelle Internet anschließen lassen?

! Theoretisch ab Freitag, 14. Dezember. „Mit diesem Plan gehen wir ins Rennen und rechnen nicht mehr mit großen Verzögerungen“, erklärt Daniel Hecker von der Netcom, Moderator des Abends. Allerdings: Kunden müssen die Laufzeit ihrer Altverträge beachten. „Im Schnitt beträgt die Kündigungsfrist drei Monate“, sagt Daniel Hecker; erst nach Ablauf dieser ist es möglich, Leistungen der Netcom in Anspruch zu nehmen.

?Sollen die Kunden ihren Altvertrag jetzt kündigen?

!Nein, mahnt Daniel Hecker: Werde ein Vertrag mit der Netcom geschlossen, kümmert sich diese um alles Weitere, inklusive der Kündigung des alten Vertrages mitsamt der Übernahme der Rufnummer.

? Werden nun bauliche Veränderungen am Haus selbst notwendig?

! Auch das nicht: Die Vorbereitungen für die Verfügbarkeit des schnellen Internets werden ausschließlich im Straßenbereich getroffen. Diese Arbeiten liegen im Zuständigkeitsgebiet der Firma Weigand Bau. Der Bau des Glasfasernetzes erfolgt, ausgehend von Kassel, zeitgleich und sternförmig in die fünf Landkreise. Als erstes werden die Hauptstrecken (Backbone) gebaut, die am Ende ringförmig ausgeführt sind. Anschließend werden die Multifunktions-Gehäuse (MFG) in den einzelnen Ortsteilen an die Hauptstrecken angeschlossen. Von dem Multifunktions-Gehäuse aus werden die Kunden über den Kabelverzweiger (der graue Kasten an der Straße) und die sogenannte Teilnehmer-Anschluss-Leitung angeschlossen.

? Liegen die Arbeiten im Zeitplan?

! Sogar etwas darüber, führt Daniel Hecker aus. Im Fall von Grandenborn und Renda sogar mehr als zwei Jahre: Der Glasfaserausbau war hier erst im Jahr 2020 geplant. Durch die Nutzung einer Stichtrasse wird die Bauzeit deutlich verkürzt. Auch die Gemeinde Herleshausen mit ihren Ortsteilen ist Nutznießer; etwas warten müssen allerdings die weiteren Ortsteile Ringgaus.

Nordcluster ist das größte Einzelprojekt

Die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation wurde im Jahr 1997 gegründet. Seit dem 1. April 2016 hält die EAM 50 Prozent der Anteile; 50 Prozent verbleiben bei der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV). Zur Philosophie des Unternehmens gehörten die Werte Transparenz, Bürgernähe und Regionalität, teilt Sprecher Daniel Hecker mit. Das größte Einzelprojekt der Netcom ist das sogenannte Nordcluster: die Versorgung der fünf nordhessischen Landkreise mit schnellem Internet. Mit dem Projekt wird die Versorgung der Unternehmen und Haushalte bis voraussichtlich 2020 in den bisher nicht mit Breitbandanschlüssen erschlossenen Kommunen realisiert. Im ersten Schritt werden Bandbreiten mit bis zu 50 Mbit/s zur Verfügung stehen. (esp

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