Grenzöffnung und Woodstock: Netraer blicken beim Kirmes-Festzug in die Vergangenheit

Netra feiert Kirmes: Die Einwohner des Ringgauer Ortsteiles zeigen im Festzug, was sie gern tun und wo sie Probleme sehen, die es zu lösen gilt. Fotos: Lothar Röß

Der Festzug am Sonntagnachmittag in Netra zählte mit seinen zahlreichen Motivgruppen und -wagen zu den Höhepunkten der viertägigen Kirmes in dem Ringgauer Ortsteil.

An der Spitze des Festzugs die jungen Frauen und Männer, die sich nach vier Jahren im Ort ohne Kirmes 2017 zusammenschlossen, um noch im gleichen Jahr das traditionelle Fest wieder neu zu beleben und im zweijährigen Rhythmus zu feiern. Den Reigen der Musikzüge führte die Blaskapelle aus Röhrda an, gefolgt vom Eschweger Fanfarenzug und den beiden Musikzügen aus Witzenhausen, dem Spielmanns- und Fanfarenzug sowie der Marching-Band Devils, die mit ihrer klangvollen Musik zum anschließenden Platzkonzert ins Festzelt einluden.

Die Landfrauen aus dem Ort machten Reklame für ihre Ringgauer Steine, mit der sie die Welt ein bisschen bunter machen, während die ehemaligen Kirmesburschen nach 25 Jahren Kirmes im Ort so manchen Schnaps an die Schaulustigen am Straßenrand ausschenkten. Einsatzkräfte der Feuerwehr schleppten ihr schwächelndes 27 Jahre altes Fahrzeug mit Tauen ab und die Jugendfeuerwehr präsentierte sich als stets löschbereit. Die Grenzöffnung vor 30 Jahren und das Woodstock-Treffen der Hippies vor 50 Jahren wurden von Motivgruppen ebenso thematisiert wie die Südlink-Trasse, die Windräder oder auch das Debakel für Flugreisende nach der Pleite von Thomas Cook. Als letzte Gruppe im Zug beeindruckten die fahnenschwenkenden Mädchen des örtlichen Turn- und Sportvereins.

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