Heimathistoriker Karl Beck gibt drittes Buch heraus

Karl Beck mit Diktiergerät: In seinem Lieblingssessel arbeitet der Historiker Geschichten rund um sein Heimatdorf auf. Das geht nur mündlich, er hat vor 30 Jahren sein Augenlicht verloren.

Datterode. Der Heimathistoriker Karl Beck aus Datterode beschäftigt sich ins einem neuesten Buch mit Verlorengegangenem.

Der Titel eines weithin bekannten Schlagers von Helene Fischer lässt sich zielgenau auf den Datteröder Heimathistoriker Karl Beck ableiten: Der 91-Jährige ist in der Tat ein Phänomen. Sein Kopf gleicht der Festplatte eines Computers, wo er Unmengen von Daten, Ereignissen und Geschichten abgespeichert hat. 

Der Tischlermeister hat am 7. Mai 1987 bei einem unverschuldeten Verkehrsunfall sein Augenlicht verloren. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Menschen haderte er nicht mit seinem Schicksal, sondern gewann dem Leben viele gute Seiten ab und das alles aus der Dunkelheit heraus.

Jetzt hat Beck sein drittes Buch im Eigenverlag herausgegeben, aus dem Kopf ins Diktiergerät gesprochen. In „Aus der Geschichte meines Heimatdorfes“ erzählt er von Menschen, an deren Leben er in vielfältiger Weise teilgenommen hat. 

Der Gedichtband „Tageszeiten, Jahreszeiten, Lebenszeiten“ beinhaltet gereimte Geschichten aus dem aktuellen Zeitgeschehen, oft mahnend spiegelt er die Erfahrungen seines langen und – wie er selbst sagt – erfüllten Lebens wider. „Verloren gegangenes traurig und heiter erzählt“, heißt sein drittes Buch, in dem drei verrückte und zum Teil unglaubliche Begebenheiten stehen.

Wo ist das kleine Heimatbuch erhältlich?

Karl Beck hat sein kleines Heimatbuch im Eigenverlag herausgegeben. Zum Preis von 7,50 Euro ist es bei ihm selbst, im Harmuthsbach 7 in 37296 Datterode, Telefon 0 56 58/262, erhältlich. Auch bei der Graburggemeinde, Kirchplatz 1 in 37299 Weißenborn, Telefon 0 56 59/302, oder bei Hans Burdzik, Dammstraße 1 in 37269 Niederdünzebach, Telefon 0 56 51/3 14 98, kann das Buch bestellt werden. „Mein besonderer Dank geht an Arno Mäurer, der für Heimatkunde immer zu haben ist und mich bestens unterstützt hat. Ich persönlich möchte mich nicht in den Vordergrund stellen, finde es aber schade, wenn viel heimatliche Historie verloren geht“, so Karl Beck abschließend.

Von Harald Triller

Mit was sich Karl Beck in seinem buch genau befasst hat, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der Werra-Rundschau und im E-Paper.

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