Mitreden beim Netzausbau

Initiative „Bürgerdialog Stromnetz“ vermittelt Informationen zur Energiewende

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Informiert über komplexe Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Stromnetzausbau: der Bürgerdialog Stromnetz. Die Nachfrage in der Region ist mit der Südlink-Problematik stark gestiegen.

Werra-Meißner – Frühzeitige Informationen und wirkungsvolle Mitsprachemöglichkeiten, neutrale Hilfe in allen Fragen rund um den Ausbau des Stromnetzes – das alles will der „Bürgerdialog Stromnetz“ leisten. Wir stellen das Angebot vor.

Die Initiative

Der Bürgerdialog Stromnetz ist eine im Jahr 2015 gegründete Initiative für den offenen und transparenten Austausch zwischen allen Beteiligten rund um den Ausbau des Stromnetzes in Deutschland. Der Bürgerdialog Stromnetz wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und ist eine von den Übertragungsnetzbetreibern unabhängige Initiative.

Die Anlaufstellen

Zehn Bürgerbüros sind insgesamt in Deutschland installiert; zusätzlich gibt es mit dem Online-Bürgerbüro und dem Bürgertelefon weitere Anlaufstellen. Ansprechpartnerin für Nordhessen ist Pia Beug. „Unser Angebot wird sehr gut angenommen“, sagt die Regionalmanagerin – einen zusätzlichen Schub habe die Südlink-Problematik in den vergangenen Wochen gegeben.

Die Ziele

„Der Bürgerdialog zu Themen wie dem Südlink muss vor Ort stattfinden: dort, wo die Menschen direkt betroffen sind“, sagt Mikiya Heise von der Niederlassung in Berlin. Der Bürgerdialog informiere über komplexe Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Stromnetzausbau und befördere den Dialog darüber. „Dafür organisieren wir unterschiedliche Veranstaltungsformate für verschiedene Zielgruppen.“

Die Veranstaltungen

Ob Bürgerkonferenzen oder moderierter Informationsmarkt: Bei den öffentlichen Veranstaltungen gehe es darum, grundlegende Informationen zur Energiewende zu vermitteln und die unterschiedlichen Positionen zu verdeutlichen, sagt Pia Beug. „Die Zielgruppe sind vor allem Bürger, die von einem konkreten Leistungsbauvorhaben betroffen sind.“ Die Veranstaltungen stehen allen Interessierten aus Verbänden, Unternehmen, Politik, Vereinigungen und Bürgerinitiativen offen.

Die Termine

Der Bürgerdialog Stromnetz wird am heutigen Mittwoch, 13. März, 19 Uhr, im Bürgerhaus Waldkappel bei der Südlink-Informationsveranstaltung vertreten sein. Weiterhin stehen die Akteure am 18. März, 19 Uhr, im Bürgerhaus in Netra für alle Fragen zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.buergerdialog-stromnetz.de

Der Kontakt

Pia Beug Regionalmanagerin

In Nordhessen unterhält der Bürgerdialog Stromnetz zwei Regionalbüros. Zuständig für die Region ist Regionalmanagerin Pia Beug im Büro Kassel. Kontakt: Fünffensterstraße 2 in 34117 Kassel, Telefon 0561/3 50 29 46 90, mobil: 0171/3 36 21 15, E-Mail: beug@buergerdialog-stromnetz.de. Sprechzeiten: Mittwoch und Samstag, 10 bis 13 Uhr. Eine Voranmeldung ist erwünscht. Fragen zum Netzausbau und Beteiligungsmöglichkeiten können zudem 24 Stunden am Tag über das Online-Bürgerbüro gestellt werden: www.buergerdialog-stromnetz.de/im-dialog/frage-stellen/

Häufig nachgefragt: der Südlink-Zeitplan

. Zu Monatsbeginn eingereicht haben die Übertragungsnetzbetreiber Tennet und Transnet BW sämtliche Unterlagen an die Bundesnetzagentur (Grundlage: Paragraf 8 des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes) . voraussichtlich Anfang April bis Anfang Mai werden sämliche Antragsunterlagen veröffentlicht – bei der Bundesnetzagentur selbst, auf deren Internetseite (www.bundesnetzagentur.de) sowie an ausgewählten öffentlichen Orten. . voraussichtlich Anfang April bis Anfang Juni besteht eine Beteiligungsmöglichkeit der Öffentlichkeit. Schriftliche und elektronische Einwendungen sind ausschließlich in diesem Zeitraum möglich. . ab Mitte August wird ein nicht-öffentlicher Erörterungstermin mit Einwendern und Übertragungsnetzbetreibern angesetzt. Eingeladen werden die Personen, die schriftliche Stellungnahmen innerhalb der Frist bei der Bundesnetzagentur abgegeben haben. . voraussichtlich 2020 wird ein Korridor festgelegt. Dieser ist verbindlich für die Planfeststellung. . eine Klagemöglichkeit gegen den Südlink-Korridor besteht erst mit Beginn des Planfeststellungsverfahrens.

  

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