Länger, wärmer, sauberer: Neuer Bürgerbus an Gemeinde Ringgau übergeben

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Probesitzen im neuen Bürgerbus der Gemeinde Ringgau: Joachim Riemann ist ehrenamtlicher Bürgerbus-Fahrer, ebenso wie Karin Blumenstiel.

Der Gemeinde Ringgau ist ein neuer Bürgerbus übergeben worden.

Der Neue hört auf den Namen ESW-GR-219. Er ist länger als der alte, hat neun beheizbare Sitze, eine ausfahrbare Trittstufe, einen Einstiegsgriff, Navi, Standheizung und läuft mit besonders sauberem Dieselkraftstoff. Am Mittwochnachmittag wurde der nagelneue Bürgerbus den insgesamt 18 ehrenamtlichen Fahrern in der Gemeinde Ringgau übergeben. Manfred Ebeling, der den Bus auch im Dezember persönlich aus Rüsselsheim vom Opel-Werk abgeholt hatte, gab den Fahrern am Mittwoch eine knappe Einführung in das neue Mobil.

Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann sprach den Fahrern einen herzlichen Dank aus: „Ohne euch hätten wir auch keinen neuen Bus gebraucht. Es ist nicht in allen Kommunen so, dass sich so viele Leute bereit erklären, diese Aufgabe ehrenamtlich zu machen.“

Denn ehrenamtliche Fahrer sind die Voraussetzung für die Förderung des Busses, dessen Kosten das Land zu 100 Prozent aus dem Programm „Land hat Zukunft“ trägt.

Auch die CDU-Landtagsabgeordnete Lena Arnoldt lobte die Kommune. „Ich bin schwer begeistert, wie viel ehrenamtliches Engagement Ringgau zu bieten hat.“ Sie verwies noch mal darauf, dass die Landesregierung im Doppelhaushalt 2018/ 2019 1,8 Milliarden Euro für den ländlichen Raum zur Verfügung gestellt hat. „der Bürgerbus ist ein wichtiger Baustein der Mobilität.“

Das Konzept des Bürgerbusses wurde zuerst im Werra-Meißner-Kreis 2011 in den Gemeinden Weißenborn und Ringgau installiert, die ein bis heute gemeinsames Konzept haben. „Wir waren die ersten, die die Notwendigkeit erkannt haben“, sagte Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer.

Der Bürgerbus für Ringgau und Weißenborn verkehrt jeweils dienstags und freitags, er startet morgens in Datterode und fährt dann alle Ringgauer Ortsteile und Weißenborn in zwei aufeinanderfolgenden Touren an. Die Fahrdienste und Fahrzeuge teilen sich Weißenborn, Ringgau und der Verein Aufwind. „Leerfahrten sind wirklich selten, meist ist der Bus mit mindestens sechs bis acht Fahrgästen gut ausgelastet“, sagt Dieter Böttger, der seit zweieinhalb Jahren ehrenamtlicher Fahrer ist. 25 Zustiege pro Runde seine üblich.

Das Fahrzeug steht außerhalb der Bürgerbuszeiten den örtlichen Vereinen zur Verfügung und kann auch gemietet werden. Weil für einen eventuellen Neukauf in einigen Jahren Rücklagen gebildet werden müssen, sollen diese über Werbung örtlicher Gewerbetreibende gebildet werden.

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