Er tritt gegen Klaus Fissmann an

Mario Hartmann will im Ringgau Bürgermeister werden

+
Stellte sich offiziell vor: Mario Hartmann. Der Röhrdaer will sich am Sonntag, 26. Mai, zum Bürgermeister der Gemeinde Ringgau wählen lassen. Er tritt gegen Amtsinhaber Klaus Fissmann (SPD) an.

Netra – Neben Amtsinhaber Klaus Fissmann bewirbt sich in der Gemeinde Ringgau mit Mario Hartmann ein zweiter Kandidat um das Amt des Bürgermeisters.

Wer ist Mario Hartmann – und, für die Bürger am wichtigsten, was will er für die Gemeinde Ringgau erreichen, sollte er im Mai zum Bürgermeister gewählt werden? Sich offiziell vorgestellt, seine Ziele, Visionen und Ideen präsentiert hat der 40-Jährige am Freitagabend im Bürgerhaus von Netra. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Welche Resonanz hat die Veranstaltung erfahren?

Das Interesse war enorm: Vom kleinen in den großen Saal des Netraer Bürgerhauses wurde die Versammlung zunächst verlegt – bevor letztlich in beiden Räumen Stühle gestellt werden mussten, um den rund 200 Bürgern aus allen Ringgauer Ortsteilen Platz zu bieten.

Wie hat sich der Kandidat geschlagen?

Im Auftreten souverän, inhaltlich strukturiert und rhetorisch geschickt. Auch gelegentlich lautstarke Zwischenrufe bei Themen besonderer Brisanz – Südlink und Windkraft – brachten den Berufsschullehrer nicht aus der Ruhe. Anregungen aus der Zuhörerschaft wurden ausdrücklich eingefordert. Einzig auf klare Aussagen bezüglich möglicher Vorgehensweisen im Amt ließ sich der in Röhrda Aufgewachsene nicht festnageln.

Sieht er sich selbst im Vorteil gegenüber Amtsinhaber Klaus Fissmann?

Er trete als parteiloser Kandidat an, sagte Mario Hartmann. Der Vorteil: „Seilschaften“, so der 40-Jährige, gebe es mit ihm als Bürgermeister – und kommunalpolitisch bislang unbeschriebenes Blatt – nicht. Im Gegenteil: Jahr(zehnt)elang eingefahrene Strukturen wolle er aufbrechen; ja, frei nach Willy Brandt „mehr Demokratie wagen“. „Und dazu gehört unbedingt eine öffentliche, sachlich geführte Diskussion über Inhalte.“

Welche Vision hat er für das Bürgermeisteramt?

Gewagt werden sollen künftig mehr Innovationen. „Die Ideen der Bürger sind zu sammeln und hinsichtlich der Umsetzbarkeit zu prüfen“, sagte Mario Hartmann. Die Frage nach den Kosten der Neuerungen dürfe dabei niemals abschreckend wirken – beispielsweise gebe es diverse Fördermaßnahmen für Städte und Gemeinden. Als konkrete Beispiele nannte er unter anderem die Mitfahr-Applikation für das Smartphone „Hin und Weg“ sowie die Gemeinde Ringgau als möglichen Standort für ein Mehrgenerationenhaus.

Unter welchem Schlagwort steht seine Kandidatur?

Transparenz. Die öffentliche Weitergabe von Informationen seitens der Kommune fehle in der Gemeinde, bemängelte der Bürgermeisterkandidat. Mit den Themen Südlink und Windkraft setze er selbst gerade auf die Themen, die in der Gemeinde derzeit konkurrenzlos heiß diskutiert werden.

Was wollten die Ringgauer Bürger von Mario Hartmann wissen?

Gleich mehrfach nachgefragt wurde die eigene Position des Kandidaten bezüglich der Windkraft – einen Klageweg gegen die möglicherweise zu bauenden Anlagen, so die Antwort, würde er nach seinem derzeitigen Wissensstand mitgehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare