Ein Meister am Messer

Max Beck aus Datterode ist einer der besten Jungfleischer Deutschlands 

Zwischen Pokal und Meisterbrief: Max Beck aus Datterode hat nicht nur den Vizetitel im Fleischerhandwerk auf Bundesebene errungen, sondern auch seine Meisterschule mit Bravour bestanden – als Bester seines Kurses. Foto: privat

Datterode/Bremen. Einer der besten Jungfleischer Deutschlands stammt aus Datterode: Der 23-jährige Max Beck hat sich nach seinem Sieg auf bayerischer Landesebene (wir berichteten) nun auch den Vizetitel auf Bundesebene geholt.

Eine Leistung, die umso beachtlicher ist, da der Datteröder parallel zu den anspruchsvollen Wettbewerben seine Meisterschule beendet hat – abgeschlossen hat er sie zu Wochenbeginn als Bester seines Kurses.

Leidenschaft für den Beruf, Einsatz über das Normalmaß hinaus, ein gehöriges Maß an Nervenstärke, Ausdauer und Kraft – wer sich auf höchstem Niveau bewegt, muss all diese Fähigkeiten auf sich vereinen. Das nötige Handwerks- und Rüstzeug hat Max Beck darüber hinaus schon in seiner Jugend in Datterode im Betrieb seiner Mutter Sabine Opfer erhalten, danach während seiner zwei Lehrjahre bei den Herrmannsdorfer Landwerkstätten nahe München.

Ohne „ein bisschen Nervenkitzel“ habe er den Bundeswettbewerb des Fleischernachwuchses in Bremen natürlich nicht absolviert, sagt Max Beck. Zwei Tage lang wurde den Teilnehmern alles abverlangt: Ein Hinterviertel vom Rind etwa musste fachgerecht ausgelöst werden, Pasteten und Rollbraten zubereitet sowie Grillspezialitäten einer kundigen Fachjury, bestehend aus Prüfern des deutschen Fleischerverbands, präsentiert werden. Bewertet wurden nicht nur Geschmack und Optik der Speisen, sondern auch die Feinheit der Zubereitung – und deren Wirtschaftlichkeit. Stolz sei er, die Prüfung derart gut gemeistert zu haben, sagt der 23-Jährige, für den sich nun weitere Türen öffnen: Im März steht bereits die Sichtung für die Nationalmannschaft des Fleischerhandwerks an – „also vertrete ich 2019 vielleicht Deutschland bei der Europameisterschaft“.

Im Weihnachtsgeschäft hilft der frisch gebackene Meister nun vorerst im heimischen Betrieb, der Landfleischerei Opfer in Datterode, aus. Weitere Ziele hat sich der 23-jährige Überflieger bereits gesteckt: Die Fortbildung zum Betriebswirt hat er fest im Visier, und die Zusatzqualifikation zum Fleischsommelier – gelehrt wird unter anderem das Erkennen der feinen Geschmacksnuancen der unterschiedlichen Fleischsorten – ist ebenfalls geplant.

Termin:

Max Beck gibt am Samstag, 9. Dezember, ein Wurstseminar bei Cassel Fleischtechnik, Hessenring 39 in Eschwege. Los geht es um 14 Uhr. Anmeldungen sind noch möglich unter Telefon 0 56 51/9 21 40 sowie per E-Mail an maxbeck@wursthandwerker.com (esp)

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