Mit Musik durch den Ort: Umspielen ist der Höhepunkt der Kirmes in Lüderbach

Eingespieltes Team: Am Montag erfreuten (von links) Lutz Fußangel, Fritz Schuchardt, Max Baumann, Udo Sauer und Gerhard Buchenau die Lüderbacher beim traditionellen Kirmes-Umspiel des Ringgauer Ortsteils. Fotos: Spanel

Lüderbach. Blasmusik liegt über Lüderbach: Jede Straße, jedes Gässchen und jeder Hof des Ringgauer Ortsteils sind am Montag erfüllt von den fröhlich-stimmungsvollen Klängen, welche die Musiker Lutz Fußangel, Fritz Schuchardt, Max Baumbach, Udo Sauer und Gerhard Buchenau ihren Instrumenten entlocken.

Nach und nach mischt sich die Musik mit Kinderlachen, und je weiter die Zeit voranschreitet, desto mehr Lüderbacher schließen sich den Musikern auf ihrem Zug durchs Dorf an.

Traditionell ist das Umspielen der Höhepunkt der Kirmes des 160-Seelen-Ortes. Und das bewährte Musiker-Team beweist im Zusammenspiel auch bei glutwarmen Temperaturen einen langen Atem: Bis zum frühen Abend spielen sie Märsche, Volkslieder, Schlager und Rocksongs – allen voran der 89-jährige Max Baumann aus Heringen (Kreis Hersfeld-Rotenburg), welcher der Lüderbacher Kirmes bereits seit weit über einem halben Jahrhundert die Treue hält.

Geklingelt wird an jedem Haus; als Belohnung für das Ständchen gibt es einen selbst gemachten Imbiss, einen Obolus für die Kirmeskasse – oder auch einen Karton Eier. „Auch das hat Tradition“, sagt Gerhard Meister, langjähriger Ortsvorsteher Lüderbachs. Verzehrt werden diese zum Zeltabbau am Dienstagabend – doch an das Ende der Kirmes möchte beim Umspielen noch niemand denken.

Die Organisation des Dorffestes oblag in diesem Jahr den Mitgliedern des Heimatvereins, die so einiges auf die Beine gestellt haben: „Stimmungsbands mit Liedern für alle Generationen sorgten am Freitag und am Samstag für ein volles Festzelt, und für die jüngsten Kirmesbesucher war am Sonntag mit einem eigenen Kinderfest bestens gesorgt“, sagt Walter Neusüß vom Heimatverein. Für romantische Atmosphäre sorgte das Lichterfest, an dem der ganze Ort durch Tausende Teelichte, Kerzen und Papierlichter illuminiert wurde.

Eben „rundherum gelungen“ sei die Kirmes, sagt Ortsvorsteherin Ramona Brenk. Für einen Ort in der Größe Lüderbachs sei das, was Jahr für Jahr in Gemeinschaftsleistung und mit viel Herzblut auf die Beine gestellt werde, umso erstaunlicher.

„Und aus dem Feiern“, sagt Ramona Brenk mit einem Lächeln, kommen die Lüderbacher gar nicht heraus: Am 10. September wird mit dem P 21 der eigene Premiumwanderweg des Ringgauer Ortsteils eingeweiht.

Das Umspielen ist der Höhepunkt der Kirmes in Lüderbach 

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