Nicht alle Standorte sind für Anbieter attraktiv

Mobilfunknetz des Kreises ist lückenhaft

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Werra-Meißner. Wer in den Stadt- und Gemeindekernen des Werra-Meißner-Kreises unterwegs ist, hat meistens gutes Mobilfunknetz.

Das zeigt der sogenannte Breitbandatlas, eine Online-Karte des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Allerdings werden dort auch die Funklöcher, also schlecht abgedeckten Bereiche des Kreises, deutlich. Viele kleinere Orts- und Stadtteile mit wenig Einwohnern haben Lücken in der Mobilfunknetzabdeckung.

Die Mobilfunkanbieter sprechen hingegen von einer „nahezu flächendeckenden Mobilfunkversorgung“ in Hessen – so zum Beispiel Volker Petendorf, Sprecher von Vodafone. Man habe in Hessen die Zahl der Mobilfunk-Basisstationen auf rund 1900 Standorte gesteigert. „Davon befinden sich über 40 Mobilfunkstationen im Werra-Meißner-Kreis“, so Petendorf. Es gebe allerdings noch einiges zu tun, um weiße Flecken zu schließen.

„Mobilfunk kostet Geld“, sagt George McKinney von der Telekom-Pressestelle. Außerdem sei der Prozess langwierig: Von der Planung bis zur Nutzung eines Mobilfunkmastes dauere es etwa zwei Jahre, auch wegen der langwierigen Genehmigungsverfahren. Der Bedarf sei groß, aber nur wenige wollen einen Masten vor der Tür haben. Die Telekom habe bereits mehrere Netztests in Folge gewonnen, trotzdem baue man derzeit weiter aus. „Standortentscheidungen müssen sich lohnen“, so McKinney.

Die Telefónica, besser als O2 bekannt, nennt für schlechte Versorgung „pysikalische und ökonomische Gründe“: Entweder sei der Standort nicht gut zu versorgen oder den Kosten würden niedrigere Erlöse gegenüberstehen. Die Politik sollte laut Sprecher Jörg Borm sicherstellen, dass Mittel in die Infrastruktur fließen und nicht in Lizenzvergaben. Dass es in Kommunen immer mehr Bereiche mit freiem Internet gibt, sehen die Anbieter nicht als Konkurrenz an.

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