Rund um Grandenborn und die Boyneburg

Wanderer monieren: Der P13 hätte eine bessere Bewertung verdient

Traumhafte Ausblicke bietet der Premiumwanderweg 13 rund um die Boyneburg. Hier blickt man im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land von der von der Boyneburg auf Grandenborn (links) und die Zehnsuhrenklippe.
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Traumhafte Ausblicke bietet der Premiumwanderweg 13 rund um die Boyneburg. Hier blickt man von der von der Boyneburg auf Grandenborn (links) und die Zehnsuhrenklippe.

Der Premiumwanderweg 13 rund um Grandenborn wird vom Deutschen Wanderinstitut derzeit mit nur 67 von 100 möglichen Erlebnispunkten bewertet. Bei Wanderern stößt das auf Unverständnis.

Von überall aus Deutschland reiseen Wanderbegeisterte an, um auf dem Premiumwanderweg 13 rund um die Boyneburg zu wandern. Diese Bewertung stößt auf wenig Verständnis. „Der P 13 hätte eine höhere Bewertung verdient“, schreibt beispielsweise der Wanderer Hans- Elmar Kliebisch. Besonders frustrierend ist das Urteil des Wanderinstitutes für die Betreiber des Weges.

Wolfgang Roßbach kümmert sich seit der Eröffnung 2012 mit viel Hingabe um die Instandhaltung des Wanderweges. „Wir haben oft Wege befestigt, Treppen gebaut und müssen auch regelmäßig die Wege freischneiden, damit sie begehbar bleiben“, schildert auch der Grandenbörner Werner Mest das Engagement der Ehrenamtlichen.

Werner Mest

„Der Erlebniswert dieses Premiumweges ist meines Erachtens sogar höher als der des höher bewerteten P 19“, schreibt Kliebisch weiter, der vom Deutschen Wanderinstitut mit 78 von 100 Punkten bewertet wurde. „Obwohl Wurzelstöcke in den Weg ragen und manche Abschnitte so steil sind, dass man sie fast auf allen vieren überqueren muss“, sagt Werner Mest, der sich in Grandenborn für den P 13 engagiert. An vielen Stellen des P 19 seien eher Kompromisse statt Lösungen gefunden worden, die eigentlich eine negative Bewertung bedeuteten. „Der Aussichtsturm bringt dem Wanderweg allerdings viele Pluspunkte ein“, räumt Mest ein.

Alle drei Jahre findet durch das Deutsche Wanderinstitut eine Zertifizierung aller Premiumwanderwege statt. Hierbei werden die Wege nach strengen Kriterien geprüft. „Das Wanderinstitut stellt große Erwartungen an die Premiumwanderwege, so wird jeder Kilometer eines Weges einzeln überprüft“, erklärt Mest und verteidigt den P 13. „Der Wanderweg ist sehr beliebt bei Wanderern, denn „beim Wandern soll man was erleben, was sehen, die Seele baumeln lassen“, so Mest. Auf dem insgesamt 17 Kilometer langen P 13 sind 67 Erlebnispunkte verteilt, die den Aha-Effekt erzeugen sollen. Diese Erlebnispunkte sind Aussichten, Lehrtafeln oder einfach bestimmte Punkte auf dem Weg.

Ebenfalls wichtig für die Beliebtheit des Weges ist die Mohnblüte, die jedes Jahr viele Menschen in den Ringgau lockt. Auch das sei ein Grund, weshalb viele Familien mit Kindern auf dem P13 wandern würden, so Mest.

„Sie erkunden die Gegend und geben ihren Kindern die Möglichkeit, Neues über ihre Heimat zu lernen.“ Genauso fänden immer öfter Jugendliche den Weg nach Grandenborn, um dort zu wandern. Ganz im Gegenteil zu der Bewertung des Wanderinstituts erfreut das die Betreiber sehr.

Von Annika Brassel

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