Ringgau will die Funklöcher jagen -  Gemeinde bewirbt sich bei Aktion der Telekom

Kein seltener Anblick in Ringgauer Ortsteilen: Kein Mobilfunknetz ist dort A lltag. Deshalb hat die Gemeinde sich jetzt bei der Aktion der Telekom „Wir jagen Funklöcher“ beworben. Foto: jens Büttner/ dpa Blidfunk

Die Gemeinde Ringgau hat sich entschieden, sich bei der Deutschen Telekom für die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ zu bewerben.

Am Samstag lief die Bewerbungsfrist für das Projekt ab. „Der Antrag ist am Donnerstag rausgegangen und wird jetzt von der Telekom geprüft“, sagte Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann.

Mit der Aktion bietet die Telekom deutschlandweit 50 Kommunen, die beim Mobilfunkausbau bisher zu kurz gekommen sind, an, gemeinsam Abhilfe zu schaffen.

Wer kann an der Aktion teilnehmen?

Jeder Kommune, die auf ihrem Gebiet Funklöcher beziehungsweise keine LTE-Versorgung hat. Die Initiative kann aber auch von Personen und Gruppen aus der Gemeinde kommen.

Welche Voraussetzungen müssen die Kommunen mitbringen?

Die Kommunen sollten sich darum bemühen, der Telekom geeignete Standorte in den Orten zu nennen, die für Antennen zur Verfügung stehen könnten. Das kann vom Hausdach eines Einfamilienhauses über Kirchtürme bis zu gemeindeeigenen Flächen alles sein. Zudem müssen sie mindestens einen Vorschlag für einen Standort einreichen, der von der Telekom für mindestens 15 Jahre gemietet werden kann.

Welche Standorte hat die Gemeinde Ringgau vorgeschlagen?

Ein Flurstück in Röhrda oberhalb des Friedhofes, das sich in Besitz einer Privatperson befindet. Der Eigentümer hat bereits einen Mietvertrag mit der Deutschen Funkturm m GmbH geschlossen.

Nach welchen Kriterien entscheidet die Telekom?

Neben den vorhandenen Funklöchern ist auch das Engagement, das eine Gemeinde bei der Jagd nach Funklöchern erkennen lässt, entscheidend. Das heißt, ob sie sich selbst um zu realisierende Standorte bemüht und Verfahren zügig bearbeitet.

Wann entscheidet die Telekom, welche Kommune berücksichtigt wird?

Die Telekom bewertet fortlaufend eingehende Bewerbung von Gemeinden. Kommt der Bewerber in Frage, nimmt sie Kontakt auf.

Welche Verpflichtungen geht die Gemeinde ein, wenn sie an dem Programm teilnimmt?

Zwischen dem Eigentümer des infrage kommenden Mobilfunkstandortes und der Telekom wird ein rechtsverbindlicher Mietervertrag zum marktüblichen Konditionen geschlossen. Das ist sowohl mit der Kommune als auch mit Privatpersonen oder Institutionen möglich.

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