Applaus ist der schönste Lohn

Laienschauspieler Mühlenmäuse eröffnen Kirmes mit Theaterstück „Der Geist im Rathaus“

Proben in der Amtsstube: (von links) Rita Reinhardt, Doris Urban, Patrick Hemmer, Annemarie Deiß, Anna Asbrand, Stefan Hartmann, Carolin Rösich, Horst Hartmann, Sonja Hartmann, Elisabeth Herbig und Pierre Hoßbach. Foto: Spanel

Röhrda. Das Erfolgsgeheimnis der Röhrdaer Laienschauspieler klingt simpel – aber wenn es gelingt, dann bleibt am Ende große Kunst: Dem Publikum mit ihrem Spiel Freude bereiten.

Dafür arbeiten die Mitglieder des Ensembles Mühlenmäuse Jahr für Jahr, lernen Texte, proben Szenen und vermitteln ihrem Publikum nicht zuletzt jene unbändige Freude, die sie selbst an der Interaktion auf der Bühne haben. „Wir leben für den Applaus“, sagt Ensemblemitglied Sonja Hartmann mit einem Lächeln.

Derzeit sind die Mühlenmäuse in der Hochphase der Proben für ihr neues Stück „Der Geist im Rathaus“ nach Hans Schimmel. Die Premiere wird zum Kirmesauftakt am Donnerstag, 31. August, im Festzelt in Röhrda gefeiert. „Dieser Anlass hat sich über die Jahre etabliert“, sagt Horst Hartmann – „das Schauspiel gehört mittlerweile fest zum Kirmesprogramm dazu“.

Und so wird sich die Festzelt-Bühne auch am Donnerstagabend verwandeln – in diesem Jahr passend zum Stück in eine Amtsstube. Die Requisiten, allesamt von den Schauspielern selbst ausgewählt, zusammengebaut oder aus dem privaten Fundus organisiert, werden vom Probeort, den Räumen des Röhrdaer Heimatvereins, in das Zelt verbracht. „Auch die Kostümierung“, sagt Elisabeth Herbig, langjähriges Mitglied der Mühlenmäuse, „übernehmen wir selbst.“

Zu viel wollen die Schauspieler nicht über den Inhalt der Komödie verraten – nur so viel: Es darf herzlich gelacht werden. „Darauf hoffen wir“, sagt Annemarie Deiß, in diesem Jahr zum ersten Mal dabei.

Ausgewählt worden ist das Stück „Der Geist im Rathaus“ im Übrigen nach bewährten Prinzipien: „Abwechselung ist wichtig“, sagt Horst Hartmann. In jedem Jahr solle dem Publikum ein anderes Genre geboten werden – nach einem Kriminalstück nun also eine Komödie. Außerdem, so Hartmann, werde auf die Ensemblezusammensetzung geachtet: Wie viele Frauen spielen mit? Welche Männer sind dabei – und wer kann wie viel Zeit in eine Rolle investieren?

Verdienen wollen die Mühlenmäuse nichts an ihrer Kunst: Die Einnahmen werden für wohltätige Zwecke in und um Röhrda gespendet.

• Die Komödie „Der Geist im Rathaus“ wird am Donnerstag, 31. August, zum Kirmesauftakt im Festzelt Röhrda uraufgeführt. Los geht es um 19.30 Uhr. Eine zweite Aufführung ist für Sonntag, 22. Oktober, in der Wilhelm-Schellhase-Halle Röhrda geplant – Beginn ist um 15 Uhr.

Ein Blick auf das Stück 

Theobald und Elfriede führten bisher ein ziemlich geruhsames Leben als Beamte im Rathaus. Dies ändert sich allerdings, als Frau Haselbusch als Bürgermeisterin das Ruder übernimmt. Ihr ehrgeiziges Ziel ist es, den Nachbarort einzugemeinden und Oberbürgermeisterin zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, engagiert sie den Unternehmensberater Roland Hein, der nicht ganz uneigennützige Pläne verfolgt. Eine Supermarktkette hat ihm eine fette Prämie versprochen, wenn sie an das begehrte Grundstück kommt, auf dem das Rathaus steht. 

Dass das Rathaus der Wohnsitz des Gespensts Nikolaus ist, ahnt bisher niemand. Als dieser erfährt, dass das Rathaus abgerissen werden soll, beschließt er, die Pläne mit Hilfe von Theobald zu durchkreuzen. (esp)

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