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Starkes Dorf: Justizministerin Kühne-Hörmann übergibt Förderbescheide in Röhrda und Lüderbach

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Übergabe: (von links) Mario Hartmann, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Röhrda, erhält den Bescheid aus den Händen von Eva Kühne-Hörmann. © Emily Spanel

Röhrda/Lüderbach – Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat im Zuge des Programms „Starkes Dorf –Wir machen mit“ am Freitagnachmittag Förderbescheide in Röhrda und Lüderbach übergeben.

Ohne das Ehrenamt, und da sind sich alle Akteure einig, funktioniert wenig in einer Ortsgemeinschaft. Zum Glück völlig intakt ist diese Struktur in den Ringgauer Ortsteilen Röhrda und Lüderbach: Hier gibt es Menschen, die sich einsetzen für ihre Heimat, die ihre Freizeit dafür opfern, um ihren Ort noch ein Stückchen lebenswerter, ja noch ein bisschen liebenswerter zu machen. Hoch genug zu würdigen ist dieses Engagement wohl nie – am Freitagnachmittag aber gab es zumindest eine finanzielle Förderung des Landes Hessen für herausragende Projekte. Die entsprechenden Bescheide hat Justizministerin Eva Kühne-Hörmann übergeben.

Röhrda

Idyllisch gelegen ist der Schindgraben im Zentrum des Ringgauer Ortsteils Röhrda. Ein Ort der Ruhe und der Erholung mit sacht fließendem Wasser, Pflaumenbäumen und Sitzgelegenheiten – aber leider mangelhafter Absturzsicherung. Zu gefährlich die maroden Holzbalken, die im Laufe der Jahre faul und morsch geworden waren. Tatkräftig Abhilfe geschaffen haben hier die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsvereins Röhrda: Die alten Balken wurden entfernt und witterungsbeständige Kunststoff- statt Holzpalisaden verlegt. 3500 Euro Zuschuss gab es dafür vom Land – und zusätzlich viel Anerkennung. „Das Geld ist hervorragend angelegt“, sagt Eva Kühne-Hörmann. „So wird die Strategie der Gemeinde, die wunderschöne Landschaft und den Ort mit 930 Jahren Geschichte für den Fremdenverkehr zu öffnen, unterstützt.“

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Machen sich verdient um Röhrda: Willi und Helmut Eisenträger. © Emily Spanel

Fortgesetzt werden die Arbeiten am Schindgraben zum heutigen Freiwilligentag.

Lüderbach

Angepackt haben auch die Mitglieder des Lüderbacher Heimatvereins, und das kräftig. Eine Grillhütte mit Schutzhütte in bester Lage und mit hervorragender Sicht ziert den Ort – allerdings war das Dach undicht geworden. Hineingeregnet hat es jüngst leider nur allzu oft in die stark frequentierte Schutzhütte – ein unhaltbarer Zustand. „Gemeinsam ist ein Trapez-Blechdach aufgesetzt worden“, sagt Gerhard Meister vom Heimatverein Lüderbach. Fachliche Unterstützung gab es von der Firma Sennhenn aus Netra, finanzielle vom Land Hessen: 4218 Euro flossen in die Instandsetzungsarbeiten, von denen nun die gesamte Dorfgemeinschaft profitiert. 

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Förderbescheid für Lüderbach: (vorn, von links) Gerhard Meister, Dietmar Bauer als Capellan und Eva Kühne-Hörmann mit den Mitgliedern des Heimatvereins.

„Die Stunden, die Ehrenamtliche in die Pflege, den Ausbau und die stete Modernisierung der Grill- und Schutzhütte Auf der Fahne investiert haben, sind ungezählt“, sagt Walter Neusüß, Vorsitzender des Heimatvereins. So verfügt die Hütte nicht nur über Sanitäranlagen, sondern auch über einen Stromanschluss – selbst verlegt natürlich, zum Wohle der Ortsgemeinschaft Lüderbach.

Starkes Dorf

Im Programm „Starkes Dorf –Wir machen mit“ stehen für die Jahre 2018 und 2019 insgesamt 300 000 Euro bereit, damit Vereine, Verbände und Freiwilligenagenturen, aber auch gemeinnützige Organisationen und private Initiativen ihre Ortskerne aktivieren und verschönern können. Im Mittelpunkt des Programms stehen Projekte, die den Zusammenhalt im Dorf fördern und stärken. Die Fördersummen bewegen sich im Rahmen zwischen 1000 Euro und 5000 Euro. Das Programm „Starkes Dorf – Wir machen mit“ ist ein Baustein der Offensive „Land hat Zukunft“. Mit dieser sollen die ländlichen Regionen besonders gefördert werden. Anträge sind wieder ab dem 1. Januar 2019 möglich.

Das Bewerbungsformular ist im Internet unter der Adresse https://landhatzukunft.hessen.de abrufbar.

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