Sommertour

Verbandspräsidentin Hildegard Schuster diskutiert in Netra mit Landfrauen

Zu Gast in Netra: (von links) Präsidentin Hildegard Schuster erfährt von Bärbel Stahr und Petra Möller, wie sich die Arbeit des Bezirksverbands gestaltet.
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Zu Gast in Netra: (von links) Präsidentin Hildegard Schuster erfährt von Bärbel Stahr und Petra Möller, wie sich die Arbeit des Bezirksverbands gestaltet.

Auf ihrer Wandertour durch den Ringgau zu verschiedenen Ortsvereinen besuchte Hildegard Schuster, Präsidentin des Hessischen Landfrauenverbandes, am jetzt den Ortsverein in Netra.

Im Freien hinter dem Dorfgemeinschaftshaus reflektieren die Landfrauen gemeinsam mit ihren drei Gästen die vergangenen Wochen, sprechen über die Arbeit der Landfrauenvereine vor Ort und in Verbänden und stellen dabei auch ihren Verein vor. „Erst einmal Danke, dass ich euch kennenlernen darf“, begrüßte sie die Landfrauen vor Ort, wurde bei ihrem Besuch sowohl von Bärbel Stahr, Geschäftsführerin des Bezirkslandfrauenvereins Eschwege, als auch von der ebenfalls im Bezirkslandfrauenverein tätigen Petra Möller begleitet.

Wie sich ihre Tätigkeit in den vergangenen Wochen gestaltete, erzählten sie, blickten auf das Angebot, gegen die Angst, zur Zeit der Pandemie gemeinsam in den Wald zu gehen und ein am Anger in Schwebda ermöglichtes Treffen des Chores, zurück. „Corona lässt uns nicht sehr viele Möglichkeiten, in den Vereinen aktiv zu werden“, weiß Hildegard Schuster in Netra und ist sicher: „Wir hatten eigentlich auch mehr vor.“ Stattfinden konnte davon lediglich das Aufstellen des Maibaums, das die Landfrauen 2015 wieder ins Leben gerufen hatten, ein geselliges Treffen draußen ist fest eingeplant.

Zum Finden neuer Möglichkeiten motivierte die Präsidentin, berichtete davon, wie ihr Ortsverein Mitgliedern nun mit einer Überraschung vor dem Haus zum Geburtstag gratulierte, auf kreative Ideen kam. Gleichzeitig sprachen die drei Gäste an, welche Rolle die Landfrauen über der Ebene der Ortsvereine spielen, für welche Themen sich die weit mehr als 40 000 Mitglieder Hessens und die zirka halbe Million Mitglieder in ganz Deutschland einsetzen. Im lockeren Gespräch bat die Präsidentin die Anwesenden darum, davon zu erzählen, wie sie die vergangenen Wochen persönlich erlebt haben, wobei deutlich wurde, wie die Pandemie nicht nur in verschiedenen Berufszweigen, sondern auch privat zur Aufgabe wurde. Dass die Familie und die Nachbarschaft in dieser Zeit Halt und vor allem bei älteren Menschen Unterstützung gaben, wurde in den Worten deutlich.

Dorfgemeinschaft und Freundschaften seien laut der Präsidentin bereits den Gründerinnen der Landfrauenvereine wichtig gewesen, die sich gleichzeitig für Frauen einsetzen wollten. „Wo sind die Frauen geblieben?“, fragte sie mit Blick auf die Corona-Zeit und fasste die vorausgehenden Beobachtungen damit zusammen, dass viele wieder in die alten Rollen um Pflege und Kinder gerutscht seien. Nach der Frage, wie die Vereine ihr Angebot für jüngere Mitglieder attraktiv gestalten könnten, und Tipps der Präsidentin richtete diese den Appell an die Landfrauen, sich bei weiteren Fragen an sie zu wenden.

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