Schimmelbefall: Akute Gefahr für Asylbewerber in Weißenborn

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Weissenborn. Unhaltbare Zustände im Flüchtlingsheim in Weißenborn: Mehrere Räume des von 30 Menschen bewohnten Hauses sind vom Schimmel befallen. An den Decken der Zimmer, den Wänden und an den Heizkörpern sind deutliche Spuren von Schimmel zu erkennen. Eine 24-jährige Bewohnerin muss deshalb gemeinsam mit ihrer zweijährigen Tochter Asthmasprays benutzen.

Bislang hat die Gemeinde Weißenborn noch nicht auf die aktuelle Situation reagiert. Laut Bürgermeister Thomas Mäurer sei die Ausstattung des Hauses ausreichend. Den zuständigen Sachberarbeiterinnen für den Bereich Asyl seien nach Angaben von Ilona Friedrich, Fachbereichsleiterin für Jugend, Familie, Senioren und Soziales im Werra-Meißner-Kreis, jedoch von Seiten der Betreuer oder der Bewohner noch keine Informationen zugetragen worden. „Die Feststellungen zum aktuellen Schimmelbefall nehmen wir selbstverständlich zum Anlass, die Gemeinde hierüber zu informieren und um Abhilfe zu bitten“, sagt Friedrich.

Betreiber der Unterkunft in Weißenborn ist die Gemeinde. Sie ist auch für die anfallenden Hausmeister-, Reinigungs- und Verwaltungstätigkeiten zuständig, die vom Werra-Meißner-Kreis bezahlt werden. Für die Reinigung der einzelnen Räume sind die Bewohner selbst zuständig. Laut Friedrich liegt die letzte Mitteilung über einen Schimmelbefall in einem der Zimmer anderthalb Jahre zurück. Der Schimmel sei damals unverzüglich beseitigt worden, sagt Friedrich.

Die Gemeindeverwaltung Weißenborn berichtete, dass der Schimmel nicht von außen in die Wohnung gelangt, sondern die Ursache das unregelmäßige Lüften und das Wäschetrocknen im Zimmer gewesen sei. Auch Reste von Müll und Essen seien damals in den Zimmern gefunden worden. Die Betreuer der Unterkünfte weisen laut Friedrich immer wieder darauf hin, die Zimmer regelmäßig zu lüften.

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