Ständchen sind inklusive

Seniorenbewegung Weißenborn trifft sich zweimal im Monat

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Beim jüngsten Treffen stand Wandern auf dem Programm: (von links) Fritz und Friedchen Adam, Walter Dietzel, Karin Schmidt und Arno Mäurer sind Mitglieder der Seniorenbewegung der ersten Stunde.

Weißenborn. Jeden zweiten Dienstag treffen sich die Senioren aus Weißenborn und Rambach zu gemeinsamen Aktionen. Bei der jüngsten Zusammenkunft stand Wandern auf dem Programm.

Dieser Dienstag ist glühend heiß. Bis auf 29 Grad klettert das Thermometer. „Bestes Wetter zum Wandern“, sagt Fritz Adam aus Weißenborn mit ansteckender Fröhlichkeit. Auf dem Kopf trägt er einen Hut, um sich vor der Sonne zu schützen. „Dann gehen wir eben nicht so weit“, ergänzt Arno Mäurer, Ehrenbürgermeister der Gemeinde Weißenborn, und klopft mit seinem Wanderstock auf den Boden. Sofort ist ihm die Aufmerksamkeit aller 30 Senioren, dich sich mittlerweile vor dem Café Landlust in Rambach versammelt haben, sicher. In ein schattiges Waldstück unterhalb des Dreiherrensteins soll es diesmal gehen, wird gemeinsam entschieden.

Mäurer hat ein Auge auf die Verteilung der Fahrgemeinschaften, organisiert und beantwortet Fragen. „Die Seniorenbewegung ist eine lockere Truppe“, sagt Mäurer. Jeden zweiten Dienstag treffen sich die Rambacher und Weißenbörner um Punkt 15 Uhr, um gemeinsam einen geselligen Nachmittag zu verbringen. „Völlig ungezwungen“, erklärt der Ehrenbürgermeister.

Mitgliedsbeiträge oder Anwesenheitspflichten gibt es nicht. Die Initiative ist Teil des Projektes „Älter werden in Weißenborn und Rambach“, die Bürgermeister Thomas Mäurer 2011 ins Leben gerufen hat. „Wir danken es ihm, indem wir jeden Dienstag mehr werden“, sagt Fritz Adam und schreitet festen Schrittes voran.

Wandern mit Rollator 

Im Forst geht es vorbei an Waldmeister, Erdbeeren und Knabenkraut. Währenddessen plaudern die Senioren, erinnern sich an vergangene Aktionen der Bewegung: Eine Fahrt auf der Werranixe gab es da, Wanderungen auf den Heldrastein oder zum Schloss Wolfsbrunnen. Beim nächsten Treffen in zwei Wochen geht es mit dem Bus in das Freilichtmuseum Hessenpark in Neu-Aspach. Ziel ist die Ausstellung Roland Kopps mit Fotografien aus Rambach.

Bei jedem Treffen mit dabei ist die 83-jährige Gertrud Mäder, die sich das Mitwandern auch mit Rollator nicht nehmen lässt. Die ältesten Teilnehmer aber sind Berthold Stützer und Gerhard Hosbach mit 84 Jahren.

Sie durften sich beim abschließenden Kaffeetrinken im Café Landlust bei Schwarzwälder-Kirsch- und Aprikosen-Joghurttorte ein Ständchen, musikalisch begleitet von Hildegard Ruhlandt auf der „Quetschkommode“, wünschen. Und passenderweise fiel ihre Wahl auf das „Rentnerlied“.

Von Emily Spanel

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