Telekom jagt Funklöcher im Ringgau - Ausbau LTE soll vorangetrieben werden 

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Messung per Kranwagen: Die Telekom prüfte am 13. Mai oberhalb von Netra, ob es von einem Masten aus Sichtkontakt zu der Funkstation Berliner Turm (Wehretal 2) oberhalb von Datterode geben kann.

Im Zuge der Aktion "Wir jagen Funklöcher" prüft die Telekom derzeit weitere Standorte für LTE-Antennen in Ringgauer Ortsteilen.  

Ringgau. Nachdem sich die Gemeindevertretung Ringgaus Ende vorigen Jahres entschieden hat, an dem Projekt „Wir jagen Funklöcher“ der Deutschen Telekom für den flächendeckenden Ausbau der schnellen LTE-Technik im Mobilfunkbereich teilzunehmen, ist das Kommunikationsunternehmen inzwischen auf der Suche nicht nur nach Funklöchern, sondern auch nach geeigneten Standorten für Funkmasten. Einige Standorte wurden bereits als geeignet festgestellt.

Röhrda

Für den Ortsteil Röhrda gibt es Planungen, einen Funkmast oberhalb des Friedhofes zu installieren. Der Mast könnte direkt über das Glasfasernetz angebunden werden.

Grandenborn

In Grandenborn, Rittmannshausen und Altefeld gibt es jeweils bestehende Masten, die aufgerüstet werden könnten.

Netra

Der Ortsteil Netra hat bisher keinen weiter aufrüstbaren Mast und auch das größte Funkloch. „Die erste Idee der Telekom, den Kirchturm zu nutzen, haben wir gleich verworfen“, sagte Bürgermeister Mario Hartmann am vorigen Montag im Hinblick auf die Konflikte in Datterode um die Funkantennen auf dem dortigen Kirchturm. Jetzt wurde ein Grundstück nördlich von Netra untersucht, das der Gemeinde gehört. „Das Grundstück liegt leicht erhöht und wäre einfach zu erschließen“, sagte Hartmann. Über die B 27 sei auch hier, wie in Röhrda, eine direkte Anbindung an das Glasfasernetz möglich. An diesem Standort hat die Telekom in der vergangenen Woche bereits mit einem Kranwagen überprüft, ob es einen möglichen Sichtkontakt zum Berliner Turm oberhalb von Datteode gibt, des Funkstandortes „Wehretal 2“.

Abgeordnete fordert Mitsprache der Bürger bei Standortentscheidung

Die CDU-Abgeordnete Astrid Schabacker fordert am Montag bei der Gemeindevertretung im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des Mobilfunks im Ringgau: „Die Bevölkerung soll in die Standortfindung eingebunden werden – keine Kirchtürme und nicht im Ort.“ Sie hatte auch im vorigen Jahr gefordert, dass die Gemeinde ein Mobilfunkvorsorgekonzept erstellen soll. Das Konzept sollte laut eines Angebots 13 000 Euro kosten und wurde von der Gemeindevertretung abgelehnt.

Wegen des Corona-Lockdowns fand die vom Hessischen Umweltministerium angekündigte Untersuchung der Strahlenintensität von Mobilfunkstrahlung bisher nicht statt. Ebenso ausgefallen war der sogenannte Infomarkt zum Thema Mobilfunkstrahlung.

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