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Hesseneck-Platz ist ein wahres Kleinod am Waldesrand bei Rambach

Idylle pur: Der Hesseneck-Platz bei Rambach. Die Pflasterung reicht bis zum Teich – so können auch Rollstuhlfahrer den Platz bequem und barrierefrei nutzen. Die Firma Raiffeisen Baustoffe ist als Großspender auf der Schautafel verewigt. Fotos: Spanel

Rambach. Ein wahres Kleinod ist seit gut einem Jahr nur wenige hundert Meter außerhalb des Rambacher Ortskerns zu finden. In unmittelbarer Nähe zum Sportplatz haben sich die Bewohner des kleinen Weißenbörner Ortsteils ihr eigenes Paradies geschaffen: den Hesseneck-Platz, benannt nach der Partnergemeinde im Odenwaldkreis.

Entstanden ist das gepflasterte Rund an einem idyllischen Teich beinahe komplett in Eigenleistung.

Die Partnerschaft

Im Mai des Jahres 1990 haben die Bürgermeister Hessenecks und Weißenborns, Friedel Sepp und Arno Mäurer, die Partnerschaftsurkunde unterzeichnet. Die erste Begegnung der beiden Amtsträger erfolgte dabei recht zufällig – 1985, ungefähr gegen 19 Uhr, im Gasthaus Zur Krone in Weißenborn. „Bis weit nach Mitternacht tauschten wir unsere Sorgen und Nöte als Bürgermeister in Hessens kleinsten Gemeinden aus“, sagt Arno Mäurer. Auf Anhieb sei eine Übereinkunft entstanden. „Diese Partnerschaft, die seit genau 30 Jahren Bestand hat, sollte auch symbolisch gefestigt werden“, sagt Thomas Mäurer, heutiger Bürgermeister von Weißenborn. Nach eingehender Beratung sei die Entscheidung schließlich auf Rambach gefallen.

Der Bau

„Nichts als ein Tümpel“, sagt der Rambacher Thilo Belik, sei vor dem Bau des Hesseneck-Platzes vorhanden gewesen. Das änderte sich während der einjährigen Bauzeit gründlich: Der gesamte Platz wurde gepflastert und eine rustikale Sitzgelegenheit aus Holz aufgestellt. Gebaut hat diese Thilo Belik: „Geplant ist, noch eine Überdachung aus Naturstämmen über der Sitzgruppe anzubringen“. Aus dem Tümpel ist mittlerweile ein glasklarer Teich geworden – samt Entenhaus, Wasserfall und Unterwasserbeleuchtung. „Sogar einen Stromanschluss gibt es“, sagt der Rambacher stolz.

Die Nutzung

Genutzt wird der Hesseneck-Platz generationsübergreifend. „Kinder planschen im Sommer sogar im Wasser“, sagt Belik. Die Landfrauen und Vereine der Gemeinde nutzen den idyllischen Platz am Waldesrand in steter Regelmäßigkeit, um Feste auszurichten. Wandergruppen legen an der Sitzgruppe eine kurze Rast ein – „und manchmal kommen die Leute auch einfach, um Ruhe zu suchen und ein Buch zu lesen“, sagt Bürgermeister Thomas Mäurer.

Die Spender

Entstanden ist der Hesseneck-Platz in Eigenregie. Beinahe die ganze Gemeinde packte kräftig mit an. „Ohne Spenden wäre das Prokekt aber nicht zu stemmen gewesen“, sagt Thilo Belik. Jeder einzelne Euro sei willkommen gewesen. „Daher gebührt jedem Einzelnen Dank“, so der Rambacher, der gemeinsam mit Jürgen Lehmann federführend war.

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