Die Weichen sind nun gestellt

In Weißenborn hat sich erste Gemeindevertretung im Kreisteil konstituiert

Spanel, Emily

Weißenborn. Die erste Gemeindevertretung im Kreisteil Eschwege hat sich nach der Kommunalwahl vom 6. März konstituiert: Weißenborn stellte am Dienstagabend im Gasthaus Faber die Weichen für die zukünftige politische Arbeit in Parlament und Ausschüssen.

Drei Punkte haben die Versammlung, welche von Bürgermeister Thomas Mäurer kraft Amtes eröffnet wurde, geprägt:

1.Die neue Gemeindevertretung: Entsprechend des Ergebnisses der Kommunalwahl stellen FWG- und SPD-Fraktion jeweils sechs Sitze; auf die CDU-Fraktion entfallen drei Sitze. Für die Gemeindevertretung ergibt sich nun folgendes Bild: Die CDU vertreten Udo Sennhenn und Andreas Faber. Für Thomas Hoßbach, der in den Gemeindevorstand (GV) wechselt, rückt Jens Dilling nach. Für die SPD sitzen Michael Hartmann, Marko Heckerodt, Martin Kliebisch, Eike Freitag, Gerd Mäder und Andreas Hornstein in der Gemeindevertretung. Uwe Schneider und Armin Langlotz wechseln in den Gemeindevorstand; Ludger Arnold wird Mitglied des Kreistags. Die FWG vertreten Reiner Dietrich, Anita Holzapfel, Edeltraud Rimbach, Michael Hoberock, Hans-Peter Börner und Stefan Drube. Im Gemeindevorstand wird die Fraktion von Rainer Janisch und Ute Rimbach vertreten.

2. Die Schriftführerin: Bis auf Weiteres wird Birgit Stützer als Bedienstete der Gemeinde Weißenborn das Amt übernehmen. Schriftführer könne aber auch ein interessierter Bürger werden, merkte Bürgermeister Thomas Mäurer an. Entlohnt würde dieser Einsatz mit einem kleinen Entgelt.

3.Besetzung der Ausschüsse und Verbände: Der Haupt- und Finanzausschuss Weißenborns wird nach dem Benennungsverfahren besetzt. Gerd Mäder (SPD) und Anita Holzapfel (FWG) wurden einstimmig zu Mitgliedern des Friedhofsausschusses Weißenborn bestimmt. Mitglied des Pendants in Rambach wird Udo Sennhenn (CDU); ein zweites wird noch benannt. In den Beirat des Zweckverbandes Gemeindepflegestation wurde Anita Holzapfel als Mitglied berufen; ihr Stellvertreter wird Marko Heckerodt (SPD). Vertreter Weißenborns in der Verbandsversammlung Abfallwirtschaft wurde nach einstimmiger Wahl Michael Hartmann (SPD); als sein Stellvertreter fungiert Reiner Dietrich (FWG). Thomas Mäurer (parteilos) vertritt Weißenborn bei der Verbandsversammlung der Ekom 21; vertreten wird er von Reiner Dietrich.

Reiner Dietrich bleibt der Vorsitzende

einer Dietrich (FWG) bleibt der Vorsitzende der Gemeindevertretung Weißenborns. Dietrich wurde sowohl von der FWG- als auch der CDU-Fraktion vorgeschlagen. Die SPD-Fraktion favorisierte mit Michael Hartmann einen Kandidaten aus den eigenen Reihen. In geheimer Wahl setzte sich Dietrich mit neun zu fünf Stimmen durch und bedankte sich nach seiner Wahl für das in ihn gesetzte Vertrauen. „Gern nehme ich das Amt an“, sagte Dietrich, der sich auch durch die 570 Wählerstimmen, die bei der Kommunalwahl auf ihn entfielen, bestätigt sah.

Dieses sehr gute Ergebnis sei ein klarer Wählerauftrag – „und den gilt es nun zu erfüllen.“ Der neue und alte Vorsitzende der Gemeindevertretung appellierte an die versammelten Kommunalpolitiker, in der Zukunft konstruktiv und lösungsorientiert im Sinne Weißenborns zusammenzuarbeiten.

Zwei Stellvertreter gewählt Offen abgestimmt wurde über die beiden Stellvertreter Dietrichs. Einstimmig wurde Michael Hartmann (SPD) zum ersten Stellvertreter des Vorsitzenden bestimmt. Udo Sennhenn, der als gemeinsamer Kandidat der FWG- und CDU-Fraktion ins Rennen ging, wurde zum zweiten Stellvertreter bestimmt. Auch in dieser Entscheidung waren sich die 14 anwesenden Gemeindevertreter einig.

Schutzschirm: Gemeinde hält Abbaupfad ein

Neben den Regularien haben sich die Gemeindevertreter Weißenborns in ihrer konstituierenden Sitzung auch mit dem politischen Tagesgeschäft beschäftigt. Auf der Tagesordnung stand so unter anderem die Beratung über den Entwurf des Haushalts- und Stellenplans für das Haushaltsjahr 2016.

Als „Punktlandung“ bezeichnete Bürgermeister Thomas Mäurer den vorliegenden Entwurf. Mit einem Defizit von 28 060 Euro hält die Gemeinde den Abbaupfad des Schutzschirmes ein. „Die Erhöhung der Grundsteuern A und B war bitter für uns alle“, sagte Mäurer. Dennoch seien dadurch etwa 13 000 Euro mehr generiert worden, die nun dabei helfen, dem Ziel des Haushaltsausgleichs näherzukommen. Im Dezember hatte die Gemeindevertretung beschlossen, die Satzung über die Festsetzung der Steuersätze für die Grundsteuern A und B auf 500 Prozent anzupassen.

Auf Antrag von Michael Hartmann von der SPD-Fraktion wurde die weitere Beratung über den Haushalt einstimmig an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen. Selbiges gilt für das Investitionsprogramm der Gemeinde bis zum Jahr 2019 sowie das Haushaltssicherungskonzept.

Von Emily Spanel

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