Vier Ziele formuliert

Weißenborn: Runder Tisch für Flüchtlingsarbeit gestartet

Weißenborn. Die Flüchtlingsarbeit in der Gemeinde strukturiert vorantreiben, die Ehrenamtlichen gezielt auf kommende Aufgaben vorbereiten und wertvolle Tipps von Experten erhalten: Das sind die erklärten Ziele des Runden Tisches zur Flüchtlingsarbeit in Weißenborn.

Zum ersten Treffen hatte Bürgermeister Thomas Mäurer jüngst ins Gasthaus Faber geladen – und mehr als 20 ehrenamtliche Helfer, Interessierte und die Vorsitzenden der örtlichen Sportvereine waren seinem Aufruf gefolgt. Rede und Antwort standen unter anderem Flüchtlingsbetreuein Sabrina Hoberock von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und Kathrin Beyer von der Freiwilligenagentur Omnibus. Vier Ziele wurden formuliert:

1. Sich selbst nicht überfordern

Diesen Rat bekamen sämtliche Teilnehmer des Abends mit auf den Weg. „Jeder Ehrenamtliche sollte sein Betätigungsfeld sorgfältig abwägen und sich, wenn möglich, auf eine einzige Tätigkeit spezialisieren“, sagte Kathrin Beyer von der Freiwilligenagentur Omnibus. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, den Strukturaufbau des Ehrenamtes im Werra-Meißner-Kreis zu begleiten. „Wichtig ist es, die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz zu finden“, sagte Beyer. Nur wer behutsam mit sich selbst umgehe, könne Beständigkeit in der Flüchtlingsarbeit erreichen.

2. Schnelle Kommunikationswege schaffen

Thomas Mäurer

Für Sabrina Hoberock ein guter Tipp für ein funktionierendes Ehrenamt. „So kann unkompliziert und direkt abgesprochen werden, wo noch Hilfe benötigt wird – und wo nicht“, so die Awo-Flüchtlingsbetreuerin. Die Idee eines E-Mail-Verteilers für die freiwilligen Helfer wurde dementsprechend begrüßt; und auch die Idee einer eigenen WhatsApp-Gruppe stieß auf breite Zustimmung. „Das ist der schnellste Weg der Kommunikation“, sagte Bürgermeister Thomas Mäurer.

3. Angebote untereinander koordinieren

"Denn drei Sportangebote zur gleichen Zeit sind sicher nicht produktiv“, sagte Bürgermeister Thomas Mäurer. Wer neue Impulse setzen möchte, sollte zunächst einen Fragebogen, der in der Gemeindeverwaltung ausliegt, ausfüllen. Bislang gibt es in Weißenborn Sportangebote für Flüchtlinge wie etwa Tischtennis und Kinderturnen sowie mehrere Sprachkurse an unterschiedlichen Wochentagen. Angedacht sind außerdem ein Kochkurs, ein Mal- und Zeichenseminar und auch eine Hausaufgabenbetreuung für Kinder.

4. Gut erhaltene Sachen spenden

Und diese nicht an der Kleiderkammer in der ehemaligen Schule abgeben, sondern in der Gemeindeverwaltung. Dort werden die Sachen zunächst sortiert. Dringend benötigt werden Sportbekleidung und -taschen (Größe 132 bis L), Schulranzen und Federmäppchen, Unterwäsche in kleinen Größen, Socken, Wörterbücher und Buntstifte.

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