Bei Anruf Hilfe: Hanna Börner und Marvin Mäurer sind in Weißenborn Seniorenkümmerer

Seniorenkümmerer: (von links) Hanna Börner und Marvin Mäurer möchten Senioren in Weißenborn und Rambach den Alltag gern etwas leichter machen. Foto: Emily Spanel

In der Gemeinde Weißenborn ist nun ein ganz besonderes Projekt gestartet – das der „Seniorenkümmerer“. Zwei junge Leute helfen älteren Menschen schon im Alltag.

Jugendliche möchten sich engagieren und einbringen, Senioren brauchen Hilfe im Alltag. Warum nicht beides zusammenführen? Und zwei Jugendliche sind bereits mit Leib und Seele bei der Sache: die 19-jährige Hanna Börner und der 23-jährige Marvin Mäurer. Egal ob eine Fahrt zum Arzt erforderlich ist, technischer Sachverstand bei Problemen mit Smartphone und Computer benötigt wird oder auch kompetente Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen gefragt ist – ein Anruf genügt und die beiden Jugendlichen sind zur Stelle. Nicht nur zu Hause sitzen, sondern aktiv etwas tun für die Dorfgemeinschaft – das ist der 19-jährigen Hanna Börner wichtig.

„Sofort begeistert“ war die Auszubildende zur Fachangestellten für Medieninformationsdienste von der Idee des Weißenbörner Bürgermeisters Thomas Mäurer und ganz selbstverständlich gern mit an Bord. Ebenso Marvin Mäurer, Student der Informatik, von dessen Wissen die Senioren „auf dem kurzen Dienstweg“ profitieren können. Völlig unverbindlich ist das Angebot; Bürokratie, Formalien und datenschutzrechtliche Angaben sind eindeutig unerwünscht. „Es geht um eine Form der unkomplizierten Nachbarschaftshilfe“, erläutert Initiator Thomas Mäurer.

Und entsprechend einfach sollen die Strukturen gehalten werden: Wünscht ein Senior aus Weißenborn und Rambach Hilfe beim Einkauf, beim Unterlagensortieren oder auch bei Tätigkeiten wie dem Gardinenaufhängen, genügt ein Anruf bei den Seniorenkümmerern. Individuell werden Vorgehen und Termine abgesprochen, gegenseitige „Verträge“ werden nicht eingegangen. „Die Seniorenkümmerer passen hervorragend in das Konzept, Älter werden in Weißenborn und Rambach’“, sagt Thomas Mäurer. Das Engagement der beiden Jugendlichen sei nicht hoch genug zu würdigen.

Angebot ist völlig unverbindlich

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