30, aber kein bisschen alt

Festwochenende zum runden Geburtstag des Heimatmuseums in Weißenborn

Inmitten der Exponate: die Mitglieder des Heimatvereins (von links) Rosi Roth, Gerd Morgenthal, Monika Heinisch und Edeltraud Rimbach – natürlich stilecht in Weißenbörner Tracht. Foto: Spanel

Weißenborn. Das Heimatmuseum in Weißenborn wird 30 Jahre alt. Aus diesem Anlass wird zwei Tage lang gefeiert. 

Die gute Stube des Heimatmuseums Weißenborn wirkt, als wären die Bewohner des Gebäudes am historischen Kirchring gerade erst ausgezogen. Wertvolle Werra-Keramik steht wohlgeordnet in den Schränken, und der rustikale Eichentisch ist liebevoll gedeckt. Mit geschultem Blick fürs Detail kümmern sich die Mitglieder des Heimatvereins Weißenborn um ihr zwar kleines, aber umso feineres Museum – und das seit nunmehr 30 Jahren.

„Bis heute sorgen die Weißenbörner dafür, dass zeitgenössische Ausstellungsstücke auf den einzelnen Etagen präsentiert werden können“, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Gerd Morgenthal. Teilweise würden die Objekte gespendet oder als Dauerausstellungsstücke zur Verfügung gestellt. Und so ist es eine Selbstverständlichkeit, alle Bürger der Gemeinde Weißenborn in die Feierlichkeiten zum runden Geburtstag des Museums einzubeziehen.

Reise in die Vergangenheit

Ebenso soll allen Gästen aus nah und fern am Festwochenende eine Reise in die Geschichte ermöglicht werden: In den verschiedenen Themenbereichen Küche, Schusterwerkstatt, Wohnstube und Schlafzimmer finden sich wertvolle Stücke, welche die Mitglieder des Heimatvereins in mühevoller Arbeit zusammengetragen haben.

„Wir haben dazu etwa auf Dachböden und in Scheunen gestöbert und Möbelstücke, Garderobe sowie Werkzeuge gefunden“, erinnert sich Monika Heinisch, langjährige Vorsitzende des Heimatvereins Weißenborn. Sogar ein Klassenzimmer mit Pulten findet sich im Obergeschoss. Erinnert wird auch an die innerdeutsche Grenze.

„Seit 1903 wohnte die siebenköpfige Familie Dietzel in dem Haus“, sagt Arno Mäurer, Ehrenbürgermeister der Gemeinde. Nach dem Tod der Eltern und dem Wegzug der Töchter verfiel das Gebäude, bevor es 1986 der Gemeinde geschenkt wurde. „Im Zuge der ersten Dorferneuerung wurde das Haus abgerissen und 1987 als Heimatmuseum neu aufgebaut“, erinnert sich Mäurer. Nach zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden der Weißenbörner wurde das Schmuckstück im Jahr 1994 ganz offiziell eingeweiht.

Ablaufplan: Gefeiert wird an zwei Tagen

Zu Ehren des Heimatmuseums wird zwischen Samstag, 19. August, und Sonntag, 20. August, gefeiert. 

Los geht es am Samstag um 14 Uhr: Dann werden die Mitglieder des Heimatvereins ihren Gästen für Fragen rund um das Museum zur Verfügung stehen. Um die angrenzende Feierscheune herum werden Kaffee und Kuchen, Spezialitäten vom Grill und kalte Getränke serviert. Zusätzlich wird das Backhaus angeheizt, und ab 16 Uhr gibt es frischen Flammkuchen. Ab 17 Uhr findet ein Festakt statt. Die Entstehungsgeschichte des Heimatmuseums wird präsentiert. Anschließend soll der Abend in gemütlicher Runde ausklingen. 

Am Sonntag treffen sich alle um 10 Uhr wieder zum Frühschoppen an der Kirche. Zur Mittagszeit wird Gegrilltes gereicht. 

Von Emily Spanel 

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