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Wahljahr im Werra-Meißner-Kreis: Noch Warten auf den Bundestermin

Werra-Meißner. Wird das Jahr 2017 zu einem Super-Wahljahr im Werra-Meißner-Kreis?

Bislang ist nur für die Direktwahl des Bürgermeisters in der Gemeinde Weißenborn der Termin festgelegt, der 26. März. Aber parallel zur Bundestagswahl, die entweder am 17. oder 24. September stattfindet, könnten weitere Bürgermeisterwahlen im Werra-Meißner-Kreis erfolgen.

Vor fünf Jahren hatte es, konkret am 29. Januar 2012, einen Super-Wahltag gegeben mit der Wahl des Landrats sowie den Bürgermeisterwahlen in Großalmerode, Hessisch Lichtenau, Neu-Eichenberg und Witzenhausen.

In der Lossestadt kam es wegen des vorzeitigen Ausscheidens von Jürgen Herwig (65) bereits im vorigen Jahr wieder zur Bürgermeister-Direktwahl. Aber was ist mit den anderen drei Kommunen und mit dem Landkreis?

Nicht nur aus Kostengründen, sondern auch wegen einer erhofften höheren Wahlbeteiligung werden Wahlen gern auf einen Termin gelegt, sofern das möglich ist.

Die Wahl von Bürgermeistern und Landräten kann nach dem Hessischen Kommunalwahlgesetz frühestens sechs Monate vor Freiwerden der Stelle erfolgen. Ausnahme: Um Wahltermine zusammenzulegen, kann von dieser Frist um „maximal drei Monate“ abgewichen werden.

Werra-Meißner-Kreis 

Unter dieser Vorgabe wäre die Landratswahl im Werra-Meißner-Kreis zusammen mit der Bundestagswahl schon möglich. Ohne Bundestagswahl wäre der früheste Termin der 10. Dezember.

Entschieden wurde über den Termin aber noch nicht. Landrat Stefan Reuß (46/SPD) wurde sogar von der Anfrage überrascht. Ob er ein drittes Mal kandidieren möchte, darüber will Reuß erst in den nächsten Wochen nachdenken - und auch darüber, wann er seine Entscheidung dann öffentlich mitteilt.

Außerdem will er demnächst prüfen lassen, ob eine Wahlzusammenlegung rechtlich möglich ist. Voraussetzung ist, dass der Termin der Bundestagswahl feststeht - darauf wird noch gewartet.

Großalmerode 

Der Beginn der nächsten Amtszeit von Landrat und Tonstädter Bürgermeister liegt lediglich fünf Tage auseinander. Amtsinhaber Andreas Nickel (53/SPD) will, wie er auf Anfrage sagte, zunächst seiner Partei mitteilen, ob er sich erneut bewerben will. Erklären wolle er sich Anfang 2017.

Mit der frühzeitigen Landratswahl könnten auch die Bürgermeisterwahlen von Großalmerode und Witzenhausen kombiniert werden.

Witzenhausen 

Die Witzenhäuser Wahl könnte sowieso bereits ab Ende September stattfinden, weil die Amtsperiode am 27. März 2018 endet. Ein Zusammenlegen mit der Landratswahl, sofern sie mit der Bundestagswahl stattfindet, liegt damit auf der Hand. Bürgermeisterin Angela Fischer (59/CDU) hat sich ihrer Aussage zufolge noch nicht für oder gegen eine erneute Kandidatur entschieden: „Ich bin noch am Überlegen.“

Neu-Eichenberg 

Die nächste Bürgermeisterwahl in Neu-Eichenberg kann, das sie frühestens am ersten Sonntag im Januar 2018 erfolgen kann, auf keinen Fall mit der Bundestagswahl zusammengelegt werden. Die Kombination mit einem Urnengang für den Landrat kann es nur geben, wenn dieser innerhalb der Sechs-Monats-Frist erfolgt. So werden die Neu-Eichenberger wohl erst 2018 wählen. Bürgermeisterin Ilona Rohde-Erfurth (55/SPD) hat sich, wie sie sagte, bislang noch keine Gedanken über eine zweite Amtsperiode gemacht. Es spreche aber nichts dagegen.

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