Er sorgt für Sicherheit im Kreis

Rainer Neusüß ist der neue Leiter der Polizeidirektion Werra-Meißner

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An seiner neuen Wirkungsstätte, die er aus früheren Zeiten schon gut kennt: Rainer Neusüß ist der Leiter der Polizeidirektion Werra-Meißner, bereits vor ein paar Jahren war er hier als Kripo-Chef aktiv.

Werra-Meißner. Für Rainer Neusüß ist es eine Art berufliche Heimkehr: Der gebürtige Weißenbörner ist neuer Leiter der Polizeidirektion Werra-Meißner.

Zuletzt hatte er selbigen Posten im Kreis Hersfeld-Rotenburg dreieinhalb Jahre inne. „Als Thomas Beck pensioniert wurde, war die Chance da, wieder her zu kommen. Ich freue mich, denn es ist für mich ein Privileg, hier zu arbeiten“, sagt der 51-Jährige. Beck wurde Mitte Oktober feierlich verabschiedet.

Arbeiten müsse er hier zwar genauso viel wie überall anders auch, aber er genieße es, näher an der Heimat zu sein und nicht so viel Zeit im Auto zu verbringen. Somit kehrt in dieser Hinsicht etwas Ruhe ein. „Ich bin in meiner Laufbahn bei der Polizei 13-mal umgezogen, das muss man sich mal vorstellen.“

Obwohl er jetzt den gleichen Job wie im Nachbarlandkreis besetzt und vorher schon mal Kripo-Chef im hiesigen war, brauchte es doch ein wenig Einarbeitungszeit. „Die Strukturen hier sind ganz anders“, erklärt Neusüß. Denn statt für zwei Polizeistationen, eine Außenstelle und die Kriminalpolizei, sei er jetzt für vier Stationen, einen Polizeiposten, den regionalen Verkehrsdienst und die Kriminalpolizei zuständig. „Sechs Organisationseinheiten, das ist der wesentliche Unterschied, dazu kommen präsidiumsspezifische Eigenheiten“, so Neusüß.

Seit er im Frühjahr 2014 nach sechseinhalb Jahren den Werra-Meißner-Kreis verlassen hatte, habe sich hier zudem viel verändert: neue Mitarbeiter, neue Raumaufteilung nach der Sanierung. „Und die Menschen ändern sich. Ich bin nicht mehr wie damals und die Kollegen auch nicht, wenngleich ich hier 90 Prozent der Mitarbeiter kenne, was ein Riesenvorteil war. So kann man sie von Anfang an besser einschätzen.“

Sein Ziel: Die Bevölkerung soll sich sicher fühlen

Als Ziel nennt er primär, dass die Bevölkerung sich sicher fühlen soll. Der Fokus liege auf der Kriminalitätsbekämpfung, besonders Einbruchdiebstahl und Betrugsdelikte bei Senioren seien Themen. „Zudem müssen wir ein Auge auf Staatsschutz und Extremismus haben sowie mit Verkehrserziehung und -überwachung schwere Unfälle reduzieren“, sagt der 51-Jährige.

Intern möchte er das Betriebsklima im Auge haben. „Die Arbeitsbelastung ist hoch. Aber kein Polizist, egal ob Kripo oder Schutz, soll seine Grenzen überschreiten“, findet Neusüß. Er sei als ehrlicher, offener Ansprechpartner präsent, wenngleich er sich als Freund die Hierarchien bezeichnet. „Erste Adresse ist der nächste Vorgesetzte. Gelangt ein Thema zu mir, ist mir wichtig, dass die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt. Vertrauen ist alles.“

Zur Person

Rainer Neusüß (51) kommt aus Weißenborn. Seit 1. November leitet er die Polizeidirektion Werra-Meißner. Berufliche Stationen waren nach einer Zeit bei der Bereitschaftspolizei und dem Landeskriminalamt Polizeiführer in Frankfurt, Kripo-Chef in Kassel und im Werra-Meißner-Kreis, Leiter der zentralen Kriminalinspektion des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel, wo der Staatsschutz zu seinen Aufgaben gehörte, sowie Leiter der Polizeidirektion Bad Hersfeld-Rotenburg (2015 bis 2018).

Die Entscheidung, zur Polizei zu gehen, habe er nie bereut. Heute geht der liierte Vater zweier Söhne den Hobbys Musik und Lesen nach, früher spielte er Handball. 

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