Gebaut mit viel Herzblut

Festakt zum 30-jährigen Bestehen des Heimatmuseums der Gemeinde 

Feierten gemeinsam: einige Mitglieder des Heimatvereins der Gemeinde Weißenborn sowie (von rechts) Dörnermann Martin Kliebisch und Landrat Stefan Reuß.

Weißenborn. Mit einem Feierwochenende wurde das 30-jährige Bestehen des Heimatmuseums in Weißenborn begangen. 

Mit Flammkuchen, Bratwürstchen und Getränken sitzen zahlreiche Besucher unter dem großen Zelt oder in der Scheune, während nur wenige Meter entfernt vier Frauen in Tracht am festlich gedeckten Kaffeetisch Platz nehmen. Zum 30. Geburtstag des Heimatmuseums Weißenborn waren am Samstag zahlreiche Menschen zusammengekommen, um sich über die Geschichte des Ortes und des Heimatmuseums zu informieren und gemeinsam zu feiern, bevor die Feierlichkeiten am Sonntag mit einem Frühschoppen fortgesetzt wurden.

„Es hat bisher keinen Stillstand am und im Haus gegeben“, sagte Arno Mäurer, Ehrenbürgermeister der Gemeinde, anlässlich des Festakts am Samstagnachmittag. Seit 1987 wird am Bau oder an der Einrichtung des Heimatmuseums gearbeitet. Auf den fachlichen Rat von Dr. Karl Kollmann hin wurden in den vergangenen Wochen zahlreiche Veränderungen vorgenommen, zu denen unter anderem die Installation einer neuen, helleren Beleuchtung auf allen vier Etagen gehörte.

Arno Mäurer ging auf die Geschichte des geschlossenen Kirchrings ein und dankte Julius Bohl, der zur Entstehungszeit des Heimatmuseums als Sachbearbeiter beim Amt für Regionalentwicklung, Landwirtschaft und Landentwicklung tätig war, und vor dem geplanten Abriss des Gebäudes warnte und schließlich zum Ideengeber für die Einrichtung wurde. „Als Fachwerkhaus aus gutem Holz steht das schmucke Heimatmuseum vor uns und hat ,nur’ 283 000 Deutsche Mark gekostet“, sagte Arno Mäurer. Er verwies auf die Unterstützung durch das Land Hessen, die das Heimatmuseum erst ermöglicht habe.

Stilecht in Tracht: (von links) Sonja Heinisch, Pauline Hesse, Frigga Hesse und Monika Heinisch am Tisch der „guten Stube“ des Heimatmuseums in Weißenborn. Fotos: Rimbach

Gleichzeitig erinnerte er an die Arbeit an dem Gebäude und betonte, dass seit der Erbauung viel mit Herzblut bewegt worden sei. Der Dank galt auch Monika Heinisch, die sich seit der Gründung des Heimatmuseums für dieses engagiert und selbst viele Exponate zur Verfügung gestellt hat, und der nun Verantwortlichen Edeltraud Rimbach.

Rainer Janisch würdigte die Unterstützer des Heimatmuseums für ihr Engagement in der Gemeinde. Landrat Stefan Reuß ging auf die Einladung zu der Feierlichkeit ein, in der es hieß: „Ich, das Heimatmuseum, lade ein“ und betonte, dass dies zeige, dass einerseits ein Team hinter dem Museum stehe und es andererseits lebendig sei. „Wir leben da, wo andere Urlaub machen“, sagte Reuß. Zum 30. Geburtstag des Heimatmuseums gratulierte auch der Weißenbörner Dörnermann, Martin Kliebisch

Mit einer Menge guter Laune feierten die Besucher den Geburtstag des Heimatmuseums gemeinsam und machten sich im Gebäude selbst anhand von Fotoalben ein Bild von der Arbeit daran. Mithilfe der zahlreichen Ausstellungsstücke verschafften sie sich einen realistischen Einblick in das frühere Leben in dieser Region.

Von Eden Sophie Rimbach 

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