Weißenborn: Lagerplatz für holziges Grüngut soll an Kläranlage entstehen

Soll künftig auf einem Lagerplatz an der Kläranlage abgestellt werden können: das holzige Grüngut aus Weißenborn und Rambach. Foto: Geb/ nh

Wohin in Zukunft mit dem holzigen Grüngut in Weißenborn und Rambach? Mit dieser Frage haben sich die Gemeindevertreter nun auseinandergesetzt.

Die Verpflichtung der Kommune, erläutert Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer, sei es, allen Hauseigentümern und -bewohnern die Möglichkeit zu geben, ihr Grüngut möglichst kostenfrei und mit einem vertretbaren Zeitaufwand zu entsorgen. 

Biotonne reicht nicht

Die Biotonne allein sei bei Weitem nicht ausreichend, um den rund 300 Kubikmetern an Baum- und Strauchschnitt, die pro Jahr in der Gemeinde anfallen, Herr zu werden. Die Variante des Verbrennens sei illegal; eine Verbringung des Abfalls in die Deponie nach Weidenhausen stehe in keinem Kosten-Nutzenverhältnis. „Der Gemeindevorstand schlägt deshalb die Einrichtung eines Lagerplatzes vor“, sagt Thomas Mäurer.

Im Zuge des Modellprojekts „Holzige Biomasse“ (wir berichteten) wird untersucht, wie im Werra-Meißner-Kreis flächendeckend ein Lagersystem aufgebaut und betrieben werden kann. In der Gemeinde Weißenborn sind diverse Plätze in Augenschein genommen worden. „In Abstimmung mit dem Bauamt, der Unteren Natutschutzbehörde sowie Vertretern des Zweckverbands Abfallwirtschaft erscheint der Platz an der Kläranlage passend“, sagt der Bürgermeister. Ob das komplette, rund 2200 Quadratmeter große Grundstück für diesen Zweck benötigt werde, bleibe aber noch abzuwarten.

Für die künftig mögliche Nutzung des Platzes an der Kläranlage als Lagerfläche ist zunächst eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Diese Weiche haben die Gemeindevertreter am Donnerstag gestellt – mit zehn Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen ist der Vorschlag angenommen worden.

Die Planungskosten für das Modellprojekt „Holzige Biomasse“ werden durch den Zweckverband übernommen. Für den Bereich der Planungs- und Umsetzungskosten wurden vom Witzenhausen-Institut 3,40 Euro pro Einwohner errechnet – das sind 200 000 Euro für den Zweckverband. Die Herrichtung des Platzes selbst – im Falle des Platzes an der Kläranlage in Weißenborn wäre das die Entfernung der Ablagerungen bis zehn Meter zum Bachlauf – sowie der Annahmebetrieb soll durch die Kommunen selbst erfolgen. Ein Kostenzuschuss durch den Zweckverband ist angedacht.

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