Zuständig für Wanderwege und Dorfgemeinschaftshäuser

Tobias Schäffer ist der Graburg-Scout der Gemeinde Weißenborn

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Verschnaufpause. Auch für Wanderer, die rund um Weißenborn unterwegs sind, steht Tobias Schäffer als Ansprechpartner zur Verfügung. Unser Bild entstand an der Erikahütte.

Die Bewirtschaftung des Dorfgemeinschaftshauses in Weißenborn durch die Familie Faber wird Ende Januar eingestellt. Um den DGH-Betrieb trotzdem reibungslos weiterlaufen zu lassen, wurde eine unkonventionelle Lösung gefunden. Es übernimmt Graburg-Scout Tobias Schäffer.

Der Mann, für den die Tätigkeitsbezeichnung „Graburg-Scout“ erfunden wurde, ist glücklich. Glücklich, nach 15 Jahren Berufstätigkeit am Frankfurter Flughafen mitsamt seiner Familie zurückgekehrt zu sein in seine Heimat Weißenborn – und hier ab Januar eine Aufgabe zu übernehmen, mit der er sich tatkräftig in das Gemeindeleben einbringen kann.

„Ich möchte gern etwas dazu beisteuern, das Angebot für Einwohner und Gäste zu optimieren“, sagt Tobias Schäffer, 40 Jahre alt und ab Beginn des neuen Jahres zuständig für nahezu alle logistischen Bereiche rund um die Dorfgemeinschaftshäuser in Weißenborn und Rambach, die Halle in der Aue und die Räumlichkeiten der Männerwerkstatt am Kirchring – von Abnahmen und Übergaben bis hin zur Bewirtung, wenn auch in kleinem Rahmen.

Wie dringend die Hilfe Tobias Schäffers benötigt wird, erklärt Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer: „Auch nach dem Rückzug der Familie Faber wird so die DGH-Nutzung zu einhundert Prozent gewährleistet sein.“ Das schließe beispielsweise auch den Weiterbetrieb der Kegelbahnen ein. „Parallel“, sagt Thomas Mäurer, bemühten sich sowohl der Gemeindevorstand als auch die Familie Faber weiter um einen Käufer für die Immobilie; auch eine Pachtsituation in Verbindung mit der Gemeinde sei vorstellbar.

Erschöpft aber sind die Aufgaben des Graburg-Scouts Tobias Schäffer damit noch lange nicht: Auch die Betreuung der Wanderer, die einen der zahlreichen Wege rund um die Gemeinde Weißenborn – beispielsweise den Premiumweg 15 Graburg – in Angriff nehmen, wird dazu zählen. An exponierten Stellen, wie etwa Schutzhütten, wird künftig Schäffers Telefonnummer zu finden sein. Die Wandertouristen, so der Plan, werden nach einem spontanen Anruf und einer kurzfristigen Terminvereinbarung von ihm in Empfang genommen und in einer der gemeindlichen Räumlichkeiten mit einem rustikalen Imbiss bewirtet.

Spontan, flexibel und immer offen für neue Begegnungen müsse er nun sein, sagt Tobias Schäffer mit einem Lächeln, aber das schrecke ihn nicht. Ganz im Gegenteil – vorstellbar sei, die Tätigkeit in der Zukunft mit seinem im Aufbau befindlichen landwirtschaftlichen Betrieb zu verbinden und sogar noch zu erweitern – beispielsweise durch Kutschfahrten.

Doch das sei zunächst Zukunftsmusik – zunächst gelte es abzuwarten, wie das Konzept „Graburg-Scout“ angenommen werde. „Wenn es der Gemeinde Weißenborn hilft, mache ich es gern“, sagt Tobias Schäffer.

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