Reiter bäumen sich gegen Pferdesteuer auf

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Übergabe mit Steckenpferden: Kathrin Herweg (Zweite von links) übergibt den Erlös des Reiterfestes an Bürgermeister Thomas Mäurer. Vrauke Krause gibt das Anschreiben an Reiner Dietrich (rechts). Wenn das Geld nicht in den Gemeindetopf fließt, soll es als Spende an den Kindergarten gehen.

Weißenborn. Ein Nein zur Pferdesteuer: Das fordern Kathrin Herweg und Vrauke Krause aus Weißenborn. Vor der Gemeindevertretersitzung in Rambach am Donnerstagabend haben sie den Erlös vom Reiterfest in Rambach in Höhe von 327,82 Euro an Bürgermeister Thomas Mäurer und Reiner Dietrich, Vorsitzender der Gemeindevertretersitzung, übergeben.

Pferdesteuer 

Der Erlös soll als Pferdesteuerersatz in den Gemeindetopf fließen. „Wir sind nach wie vor gegen die Pferdesteuer, weil es nur wenige Haushalte betrifft“, sagte Vrauke Krause. Nur 14 Familien von über 480 Haushalten würde das Gesetz treffen. „Wir verstehen, dass die Gemeinde aufgrund des Schutzschirmes sparen muss“, sagte Krause. Doch durch die Pferdesteuer mehr Geld für den Haushalt einzunehmen, sehen die beiden Gegnerinnen Vrauke Krause und Kathrin Herweg als einen falschen Ansatz. Bei dem Reiterfest in Rambach im Juni wollten die Pferdehalterinnen Nicole Sänger, Michaela Döring, Vrauke Krause und Kathrin Herweg den Besuchern den Umgang mit Pferden zeigen. Dafür haben sie Parcours aufgebaut, ein Steckenpferdreiten angeboten und Steckbriefe zur Haltung der Pferde aufgehängt. Für das Jahr 2014 wurde in Weißenborn nach dem Schutzschirmvertrag die Pferdesteuer beschlossen. Die veranschlagten Einnahmen wurden auf 4000 Euro festgesetzt. Dass die Pferdesteuer in Kraft tritt, ist für Bürgermeister Mäurer aber eher unwahrscheinlich: Der bürokratische Aufwand sei zu hoch. Des Weiteren gäbe es unter den Bürgern viel zu viel Widerstand.

Parlament 

Das Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde Weißenborn für das Haushaltsjahr 2014 konnte in der Parlamentssitzung am Donnerstagabend nicht beschlossen werden, da das Haushaltssicherungskonzept vom Regierungspräsidium in der vorliegenden Form nicht akzeptiert wurde. Somit wurde das Haushaltssicherungskonzept an den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen, damit es noch einmal genau überprüft werden kann. Des Weiteren wurde über das Schützenheim in Rambach gesprochen. Dieses kann laut Beschlussfassung nur nach Absprache mit dem Schützenverein genutzt werden, jedoch nur, wenn das DGH in Rambach überbelegt ist. Weitere Informationen über Buchungen gibt es in der Gemeindeverwaltung Weißenborn.

Von Franziska Kiele

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