Wieder Trubel in der Kita

Kindergarten „Kleine Hände“ nach Sanierung wieder geöffnet

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Spielen wieder ausgelassen: Die Freundinnen (von links) Marlena, Mara, Finja und Josy sind glücklich über die neuen, hellen Räume des Kindergartens in Netra. Beim Einräumen der vielen Spielsachen helfen sie gern mit.

Netra. Aufgeregtes Gewusel und fröhliches Kinderlachen: Seit Wochenbeginn herrscht wieder gewohnt viel Trubel im Kindergarten „Kleine Hände“ in Netra.

Erst im Dezember hatte ein Wasserschaden aufwändige Sanierungsarbeiten nach sich gezogen. Das Gebäude musste deswegen vorübergehend geschlossen werden.

Der Wasserschaden

Die Schließung des Kindergartens sei unumgänglich geworden, nachdem das Ausmaß des Wasserschadens im vergangenen Jahr per Gutachten festgestellt worden sei, sagt Ringgaus Bürgermeister Klaus Fissmann. „Zunächst sind uns Schäden am Fußboden aufgefallen“, ergänzt Kindergartenleiterin Carina van der Willik. Später hätte selbiger sich gehoben, und auch die Geruchsbildung habe immer stärker zugenommen. „Woher das Wasser stammt, ist aber nicht zweifelsfrei geklärt“, sagt van der Willik.

Die Sanierung

Im vergangenen Monat wurden die Fußböden in Flur, Küche und einem Gruppenraum komplett, in zwei Gruppenräumen teilweise ausgetauscht. „Zudem wurde der Putz in Sockelhöhe neu aufgebracht sowie Holzdecken und Wände neu gestrichen“, sagt Bürgermeister Klaus Fissmann. Empfindliche Ausstattungsgegenstände, wie etwa die Betten im Krippenbereich der Netraer Kita, wurden sämtlich neu erworben. „Insgesamt“, so Fissmann, „ist ein Schaden von 90 000 Euro entstanden.“ Zurzeit stehe er in Verhandlungen mit der Versicherung.

Die Eltern

Für die Dauer der Sanierungsarbeiten waren die Kindergartenkinder im Ringgauer Kindergartenstandort Datterode, im Netraer Martin-Luther-Heim sowie im Pfarrhaus Renda untergebracht. Etwa 30 Kinder wurden zuhause betreut. „Ich bin froh, dass die Eltern diese Entscheidung mitgetragen haben“, sagt Fissmann. Zahlreiche Gutachten und detaillierte mikrobiologische Untersuchungen hätten „Auffälligkeiten“ ergeben, sodass die Arbeiten in Verbindung mit der Schließung unausweichlich geworden seien. „Dass die Eltern in einer solchen Weise mitgezogen haben, ist großartig“, sagt der Bürgermeister.

Die Zukunft

Nach der Wiederöffnung sei er froh, diesen für die Eltern zwar unbequemen, aber notwendigen Weg gegangen zu sein, sagt Fissmann. „Und letztlich hat das Gebäude durch die Sanierung auch an Wert gewonnen.“ Darüber hinaus sollen nach dem Umzug der über Dreijährigen in die Mittelpunktgrundschule nach Röhrda (wir berichteten), der nach aktuellem Planungsstand im Spätsommer erfolgen soll, die Krippenkinder in Netra untergebracht werden. „Und dafür ist nun alles vorbereitet und hervorragend instand gesetzt“, sagt Fissmann.

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