Mit Fördermitteln und ehrenamtlicher Arbeit

Grandenborn: Historisches Wiegehäuschen ist saniert

Zusammen haben sie 150 Stunden für die Sanierung geleistet: Bürgermeister Mario Hartmann (von links), Kai Kalk, Sascha Benirschke, Joerg Patzak, Horst Klein, Volker Benirschke und Karl-Heinz Siebert, nicht im Bild Jens Hollstein und die Kinder Leo Hollstein, Lucas und Luis Kalk.
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Zusammen haben sie 150 Stunden für die Sanierung geleistet: Bürgermeister Mario Hartmann (von links), Kai Kalk, Sascha Benirschke, Joerg Patzak, Horst Klein, Volker Benirschke und Karl-Heinz Siebert, nicht im Bild Jens Hollstein und die Kinder Leo Hollstein, Lucas und Luis Kalk.

Der winzige Fachwerkbau in Grandenborn – das sogenannte Wiegehäuschen – hat wieder Zukunft.

Der Bau am Ortseingang ist eine öffentliche Viehwaage und die hat jetzt nicht nur zwei neue Giebel und neue Dachrinnen, auch das Fachwerk wurde mit einem neuen Ständerwerk versehen und neu ausgefacht .

Das Fachwerk am Westgiebel war verfault und das Mauerwerk drohte herauszustürzen. Der Ortsbeirat des Ringgauer Ortsteiles hatte sich auf Initiative des ehemaligen Ortsvorstehers Karl-Heinz Siebert entschlossen, das Gebäude zu sanieren und zu erhalten.

Der Ortsbeirat und die IG Dorfteich hatten für die Sanierung des historischen Gebäudes Fördermittel aus dem Landesprogramm „Ein starkes Dorf – wir machen mit“ beantragt.

Unter der fachkundigen Leitung der Zimmerleute Volker und Sascha Benirschke ist der alte Giebel von den ehrenamtlichen Helfern Jens Hollstein, Joerg Patzak sowie Horst Klein und Karl-Heinz Siebert entfernt und durch neues Ständerwerk ersetzt worden.

Vorher: das Wiegehäuschen.

Der Giebel wurde mit einer Deckelschalung aus unbehandelten Lärchenbrettern verkleidet, die eine lange Lebensdauer haben. Weil es an der Westseite mehr Bretter als Giebel gab, wurde auch gleich die Ostseite des Wiegehäuschens verkleidet.

Neue Dachrinnen waren ebenfalls notwendig geworden. Diese Arbeiten sind von Kai Kalk, Jens Hollstein und Pascal Eichholz aus Renda ausgeführt worden. Auch Bürgermeister Mario Hartmann ließ es sich nicht nehmen, selbst mit Hand anzulegen. Er half an einem Abend beim Zuschneiden und Anbringen der Bretter an den Ostgiebel.

Und auch kleinere Grandenbörner waren am Werk. Leo Hollstein, Lucas und Luis Kalk waren ebenfalls mit Feuereifer bei der Sache. Insgesamt sind laut Karl-Heinz Siebert 150 Arbeitsstunden zusammengekommen, um das Wiegehäuschen wieder auf Vordermann zu bringen. Den Außenanstrich will der Förderverein Grandenborn übernehmen.

Wiege- oder Wägehäuschen

Eine Dorfwaage ist eine meist großflächige, befahrbare, oft auch überbaute öffentliche Waage. Sie dient dazu, Ernteerträge, Naturalien oder Vieh zu wiegen. Ihr Wägebereich geht von wenigen Kilogramm bis mehrere Tonnen. Früher wurde die Dorfwaage durch einen Wiegemeister betreut. Dorfwaagen sind Ende des 20. Jahrhunderts aufgrund der Zentralisierung in der Landwirtschaft aus dem Ortsbild der Dörfer weitestgehend verschwunden. 

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