Auf Hochfläche des Ringgaus

Zehntausende Kraniche sorgen auf Weg nach Süden für Naturschauspiel

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Auf dem Weg nach Süden: Zehntausende Kraniche sind unterwegs in die Überwinterungsquartiere in Südeuropa. Auf ihrer Reise überqueren sie den Ringgau.

Renda. Eindrucksvolles Naturschauspiel auf der Hochfläche des Ringgaus: Zehntausende Kraniche flogen in dieser Woche, Heerscharen gleich, nach Süden. Fast pausenlos folgte Trupp auf Trupp in eng aneinander gereihter Folge.

„Die Vögel kommen von den großen Sammelplätzen aus dem Norden Deutschlands von der Ostseeküste der Rügen-Bock-Region, wo sich Kraniche aus Skandinavien, Russland, Polen und natürlich auch die Brutpaare Norddeutschlands mit ihrem Nachwuchs vor dem Abflug in den Süden zusammenfinden“, erklärt der Ornithologe Wolfram Brauneis.

Der Flug der Tiere habe die bekannte typische Keilform, die einer gewaltigen Eins gleiche, um den Windwiderstand kraftsparend meistern zu können. „Dabei melden sich die Vögel schon von Weitem mit ihren trompetenhaften, auch etwas gurgelnden Kontaktrufen“ erklärt der Eschweger Vogelkundler. Sie würden besonders laut, wenn die großen Vögel kreisend, um leichter fliegen und mit wenig Energie auch gleiten und segeln zu können, sich neue Aufwinde suchten.

Die südlichen Überwinterungsquartiere für die europäischen Kraniche liegen nach Angaben Brauneis’ in Spanien (Extremadura) und in Portugal. Im offenen Bauernland mit Feldern, Viehweiden und Olivenhainen verbringen die Kraniche die kalte Jahreszeit. Mildere Winter bewirken, dass mehr und mehr auch Überwinterungsplätze bereits in Frankreich angenommen werden, erklärt der Vogelkundler. (red)

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