1. Werra-Rundschau
  2. Lokales
  3. Ringgau-Weißenborn

Zügiger Start für neues Trinkwassernetz in Ringgau

Erstellt:

Von: Stefanie Salzmann

Kommentare

Marode und baufällig: Der Hochbehälter im Ringgauer Ortsteil Lüderbach stammt aus dem Jahr 1928. Das Gesundheitsamt droht mit Stilllegung.
Marode und baufällig: Der Hochbehälter im Ringgauer Ortsteil Lüderbach stammt aus dem Jahr 1928. Das Gesundheitsamt droht mit Stilllegung. © Gier/ Rother & Partner

Die Planung dafür sollen jetzt ausgeschrieben werden, damit die Sanierung möglichst schnell starten kann.

Netra – Die Gemeinde Ringgau will umgehend mit der Umsetzung eines Wasserversorgungskonzeptes beginnen und damit die Versorgung der Ortsteile mit Trinkwasser langfristig sicherstellen. Die Gemeindevertretung entschied am Donnerstagabend einstimmig, die Konzeptleistung unverzüglich auszuschreiben, damit die Detailplanung möglichst zügig starten kann. Bürgermeister Mario Hartmann hatte vor der Abstimmung angekündigt, sollte der Beschluss abgelehnt werden, dagegen von seinem Recht Gebrauch zu machen, gegen den Beschluss Einspruch zu erheben.

Denn bereits seit zehn Jahren hatte das Gesundheitsamt des Werra-Meißner-Kreises bei der Gemeindeverwaltung immer wieder den schlechten Zustand des Hochbehälters in Rittmannshausen und später auch den maroden Hochbehälter in Lüderbach moniert. Auch die EAM hatte de Gemeinde darauf hingewiesen, ohne das diese über Jahre hinweg tätig wurde. Jetzt drängt die Zeit, denn auch der Pegel in Netra sinkt zu Teil stark ab. „Der baulich schlechte Zustand und das Alter der Anlagen lassen ein weiteres Abwarten nicht mehr zu“, sagte Hartmann. Manfred Ebeling von der CDU hatte in einen der vergangenen Sitzung noch vorgeschlagen, die Investition in die Trinkwasserversorgung noch um zwei Jahre aufzuschieben.

Glasfaserausbau

Beim Ausbau mit Glasfaser bis ans Haus (FTTH-Technik) hat sich die Gemeinde Ringgau für die Göttinger Firma Goetel entschieden. Als Grund für die Favorisierung Goetels nannte Hartmann, dass das Unternehmen auch die Aussiedlerhöfe anbinde, ohne zusätzliche Kosten zu erheben und außerdem seine Tarifstruktur überarbeitet habe, die sich nun günstiger als die des Konkurrenten UGG gestalte.

Gewerbegebiet

Auch zu dem geplanten Gewerbegebiet auf einer Fläche westlich von Netra hat das Parlament am Donnerstag eine Entscheidung getroffen: Die Kommune soll bereits mit den Eigentümern der Flächen verhandeln. Parallel sollen in den Ausschüssen Kriterien festgelegt werden, nach denen potenzielle Investoren dann über die Wirtschaftsförderung des Kreises gezielt vermittelt und gesucht werden können. (Stefanie Salzmann)

Auch interessant

Kommentare