In Grandenborn dreht sich auch beim Umzug zur Kirmes fast alles um das Wandern/ heute Frühschoppen

Barbarossa und die Burgfräulein

Barbarossa und seine schmucken Burgfräulein gesellten sich in Grandenborn zu Aliens und Lego-Frauen.

Grandenborn. Das Wandern ist nicht allein des Müllers Lust: Auch Barbarossa fand es schon besonders toll, im Ringgau auf Tour zu gehen. Das legte zumindest der bunte Festumzug in Grandenborn nahe, der sich gestern zum Höhepunkt der Kirmes durch die Straßen schlängelte.

Der große Herrscher, mit stolzem roten Bart und langem Umhang ausgestattet, musste seinen Marsch aber nicht alleine antreten. Er wurde von gar feinen Burgfräulein begleitet. Sie waren auch schon in der vergangenen Woche dabei gewesen, als es den rührigen Dorfbewohnern gelungen war, den großen Wanderwettbewerb von HR4 zu gewinnen. So nutzten die Grandenborner noch einmal die Gelegenheit, sich auch bei all jenen zu bedanken, die so großartig bei der Aktion unterstützt hatten.

Aber das Wandern stand nicht allein im Mittelpunkt des durchweg sehr unterhaltsamen und kreativen Festumzuges. Die Akteure, allesamt sichtlich gut gelaunt, ließen auch ordentlich die Korken knallen. Das gilt besonders für jene Herren, die sich einen äußerst interessanten Motivwagen zusammengestellt hatten. In schicken Anzügen und coolen Sonnenbrillen nahmen sie die sogenannten Lustreisen der Ergo-Versicherungsvertreter aufs Korn und verrieten auf Plakten, dass auch sie nur allzu gerne beruflich umsatteln würden. Außerdem gab es auch einige Euro-Rettungsschirme zu sehen und vor allem unverschämt reiche und schicke Dame, die sich um ihr Geld anscheinend keine Sorgen machen, weil sie eh alles sofort in teure Klamotten und Kosmetikartikel investieren.

Die Landfrauen hatten eine sehr eindeutige Botschaft, die sie wohl vor allem an den Mann bringen wollten: „Arbeit ist keine Hexerei“ hatten sie ihren Auftritt betitelt und waren allesamt in schwarzen Hexenkostümen erschienen. Auch Außerirdische hatten ihren Platz beim Festumzug in Grandenborn: Aber auch wenn die Mars-Männchen die Erde annektieren und ihre Bewohner auf in ihre Heimat bringen sollten, wollen die Männer und Frauen aus Grandenborn nicht verzagen und ihrer Wanderleidenschaft einfach auf dem Mars nachgehen. Dass besonders die Frauen und Kinder im Ringgau auch wirklich richtig fit sind, wurde mit einigen tollen Turnübungen ebenfalls unter Beweis gestellt. Die Männer allerdings jammerten ein wenig: „Wir müssen hart schuften, damit unsere Frauen gut duften“, stand auf ihrem Plakat. Darüber konnten die Lego-Frauen nur lachen, schließlich war für sie jeder einzelne Schritt schon ganz viel Arbeit. Auch die musikalische Untermalung des Festumzuges fehlte nicht, sodass die Parade zu einer rundum gelungenen Angelegenheit geriet. Heute setzt sich die Kirmes in Grandenbon ab 11 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen fort, zu dem das Kirmesteam herzlich einlädt.

Von Melanie Salewski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare