60 Jahre: Datterode feiert sein Freibad

+
Teamwork, so weit das Auge reicht: Im Freibad in Datterode arbeiten alle Hand in Hand. Das hat sich in den vergangenen 60 Jahren nicht geändert. Foto: Konopka

Datterode. Seit 1954 erfreuen sich die Datteröder beim Schwimmspaß in ihrem schmucken Freibad. Am Samstag feierten viele Schwimmer und Nichtschwimmer feuchtfröhlich das 60-jährige Bestehen des ersten Bades im Ringgau.

„Geplant wurde das Datteröder Schwimmbad bereits Ende der 1930er Jahre, noch bevor der Zweite Weltkrieg begann. Vorgesehen war hierfür das Pfarrgrundstück an der Netra oberhalb des Sportplatzes“, so Stefan Wolf, Erster Vorsitzender des Fördervereins Schwimmbad Datterode, der das gemütliche Bad betreibt. Durch Kriegsausbruch wurde das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben. Unter Führung von Bürgermeister Hans Mengel wurde Anfang der fünfziger Jahre das ehrgeizige Projekt „Schwimmbad“ am neuen Standort Hasselbach wieder aufgenommen. Den Bau des Schwimmbades hat die Gemeindevertretung dann am 28. Januar 1954 einstimmig beschlossen. Stefan Wolf: „In einer Bauzeit von nur einem halben Jahr wurde das Schwimmbad in kompletter Eigenleistung von den Bürgern aus und um Datterode gebaut.“ So eine Leistung an Gemeinschaftssinn sei heutzutage für viele Menschen unvorstellbar. „Deshalb nochmals Respekt und Anerkennung für diejenigen, die damals hier geplant, gearbeitet und viele Stunden auf diesem Areal verbracht haben.“

1999 stand das Bad dann vor der Schließung, aber durch Zuschüsse der Landesregierung für wassersparende Maßnahmen sah man Licht am Ende des Tunnels. Im Herbst rollten Baumaschinen an und in einem knappen dreiviertel Jahr wurden das komplette Schwimmbecken, die Wege und die technischen Anlagen fast ausschließlich in Eigenleistung erneuert. „Ein zweites Mal hat Datterode gezeigt, wie Gemeinschaft funktioniert“, erinnert sich Wolf. Den Förderverein gibt es seit 2002. „Heute ist es nicht mehr das, sondern unser Schwimmbad.“

Und dann fiel der Startschuss zur großen Gaudi der Wasser-Olympiade mit Spielen für Groß und Klein. Auch Bürgermeister Klaus Fissmann und Ortsvorsteher Thomas Schmidt zeigten ihre Geschicklichkeit beim Surfbrettpaddeln. Dabei sahen sie das Surfbrett gelegentlich auch von unten. Auf der vorderen Liegewiese und dem Spielplatz des Kindergartens gab es eine Kinder-Olympiade. Die Spiele der Großen hat die Mannschaft „Jugendraum“ gewonnen.

60 Jahre Freibad in Datterode

Edmund Bauer schenkte dem Schwimmbad zum Jubiläum einen handgehauenen Sandstein mit dem Wappen von Datterode und der Inschrift „60 Jahre Freibad Datterode. Erbaut 1954“. Er soll daran erinnern, was Gemeinschaft möglich macht.

Von Ludger Konopka

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare