P 13 in Grandenborn: Nach dem Sieg ist vor dem Sieg

Grandenborn. Es hat eine Weile gedauert. Jetzt, mit ein bisschen Abstand, ist Werner Mest klar, was er für den Ringgau erreicht hat: Grandenborn ist schönster HR-4-Wanderort 2012 und wird über die Kreisgrenzen hinaus bei den Touristen immer beliebter.

„Es ist schon gewaltig“, sagt er. Im Gasthaus Teichhof haben Vertreter des Radiosenders und der Marketinggesellschaft MGH ihm gestern die Urkunde und 5000 Euro Siegprämie übergeben.

200 Wanderer mehr als die drei Konkurrenten zusammen hatten die Grandenbörner am 30. September auf den Premiumwanderweg 13 gelockt und anschließend eine rauschende Siegerparty mit Schlagersängerin Linda Feller gefeiert. „Damit hat wohl keiner von uns gerechnet“, erinnert sich Bürgermeister Klaus Fissmann. Ohne Werner Mest und sein Team, das die Veranstaltung über Monate hinweg akribisch geplant und vorbereitet hatte, sei das nicht möglich gewesen. Mehrfach schon sei er auf das Wanderparadies im Ringgau angesprochen worden, berichtet er stolz.

Die 5000 Euro, die die Marketinggesellschaft „MGH - Gutes aus Hessen“ gestiftet hat, bleiben trotz knapper Gemeindekassen im Ort selbst. Mit dem Geld wollen Werner Mest und seine Frau Ute Langholz aus der „Interessengemeinschaft Wandern, Essen, Trinken“ einen Verein gründen - wahrscheinlich als Zweig des Werratalvereins (WTV). „Ohne einen Dachverband hat ein kleiner Ort wie wir keine langfristige Chance bei der wandertouristischen Vermarktung“, begründet Mest diese Entscheidung. Bisher, klagt er, sei Grandenborn nurmehr ein weißer Fleck auf der Wanderlandkarte des WTV gewesen.

Auch in Planung ist die Erweiterung des P 13 um eine Schleife nach Datterode. Von dort aus könnte man den Werraburgensteig erreichen, so Bürgermeister Fissmann. Er möchte den Ringgaurundweg gerne mit so vielen Wanderrouten und Sehenwürdigkeiten wie möglich vernetzen.

Auf Mests Wunschzettel steht noch eine Art Naturgarten. Er möchte die vielen wilden Orchideen, die entlang des P 13 wachsen, hervorheben und ins Wandern miteinbeziehen. „Die Wanderer“, so wünscht er sich, „sollen sich der schönen Natur hier draußen bewusst werden.“

Von Stefanie Bettinger

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