Ringgau bessert Antrag auf Schutzschirmhilfe nach / Teich in Röhrda wird entschlammt

Schlamm mit Schulden

Grandenborn. Wer feuchten Fußes unterwegs ist, sollte schnell nach Hause: So kurz wie am Donnerstagabend dauerte lang keine Parlamentssitzung mehr im Ringgau. Beschlossen haben die Vertreter aber, dass der Teich in Röhrda noch in diesem Jahr entschlammt wird und dass das Kind in Sachen kommunalem Schutzschirm noch längst nicht in den Brunnen gefallen ist, wohl aber bei den Einsparungen: „Mehr geht nicht“, so Bürgermeister Klaus Fissmann.

Noch einmal hatte der Gemeindechef mit der Schutzschirmkommission den Antrag für Wiesbaden überarbeitet und weitere Einsparmöglichkeiten aufgespürt. Aber nicht, das betonte er, bei den Bürgern: „Sie unterstützen die Gemeinde so sehr mit Ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten - das wollen und müssen wir würdigen.“

Den überarbeiteten Antrag einzureichen unterstützten alle 18 anwesenden Gemeindevertreter. Den Schutzschirm an sich noch nicht. Von Mogelpackung und noch mehr Schulden als vorher war die Rede. „Gemeinsam senden wir nach Wiesbaden das Signal, dass wir gewillt sind zu sparen, dass wir aber auch nicht alles mit uns machen lassen“, so der Bürgermeister.

Nicht das Wasser, sondern der Schlamm steht dem gemeindeeigenen Teich in Röhrda bis zum Hals. Knapp 6000 Euro soll die Entschlammung kosten. Geplant war sie eigentlich schon für 2011, weshalb im aktuellen Haushalt kein Geld dafür vorgesehen war.

Doch wohin mit dem Schlamm und wie ihn transportieren? Trotz mehrfacher Überzeugungsversuche des Bürgermeisters, dass diese Fragen geklärt seien, wollten sich nicht alle Gemeindevertreter für die Bereitstellung des Geldes entscheiden: Es gab vier Neinstimmen und zwei Enthaltungen. Zwölf waren dafür: Der Teich wird entschlammt.

Von Stefanie Bettinger

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