Netraer Kirmesfestzug nimmt B7-Baustelle und Vollsperrung des Ortes aufs Korn

Spaß trotz Dauerbaustelle

Der richtige Takt: Der Fanfaren- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Frankershausen führte den Festzug an.

Netra. Nicht nur ganz Netra, sondern auch viele Gäste aus den umliegenden Ringgauer Dörfern säumten am Sonntagmittag die Straßen Netras, um sich den Kirmesfestzug anzuschauen.

Dauerbaustelle B7: Die Baustelle in Netra war das Hauptthema des Festzuges, denn ortskundige Autofahrer umfahren auf dem Weg von und nach Eisenach regelmäßig die gesperrte Bundesstraße und ruinieren dabei die Feldwege. Fotos: W. Skupio

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn des Umzugs versammelte sich der Großteil der Zuschauer am Gasthaus Zum goldenen Löwen, denn hier kommt der Festzug traditionell zweimal vorbei. Mit schwungvoller Marschmusik kündigte der Fanfaren- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Frankershausen mit der Kirmeskrone an der Spitze den nahenden Festzug an, gefolgt von der Freiwilligen Feuerwehr Netra, die dieses Jahr die Kirmes ausrichtete und am Festzug mit ihrer alten Feuerwehrkutsche von 1880 teilnahm.

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Auch die übrigen Netraer Vereine präsentierten sich mit viel Phantasie. Das Hauptthema der Beiträge zum Festzug aber war die seit Monaten bestehende Vollsperrung der Ortsdurchfahrt und die daraus resultierende Belastung der Anwohner. Die Netraner aber nahmen es mit Humor und so folgten den Bauarbeitern – stilecht ausgerüstet mit orangefarbener Signalkleidung, Schippe und natürlich einer Flasche Bier in der Hand – auch zwei Polizisten, die die zahlreichen Verkehrskontrollen der Ordnungshüter an den Feldwegen symbolisierten.

Vollkommen verdreckte Autos waren auch ohne die Kennzeichnung „Baustellen-Taxi“ als solche erkennbar und ein Rasenmähertraktor mit der Aufschrift „Durchfahrtsverbot gilt nicht mehr, die ganze Nation fährt durch Netra kreuz und quer“ spielte ebenfalls auf die Baustelle im Ort an. In der Mitte des Zuges sorgte der Turnermusikzug Röhrda und am Ende der Fanfarenzug Meinhard für Unterhaltung. Die Flying Diamonds aus Renda nahmen neben dem Kindergarten und den Netraer Vereinen ebenfalls am Festzug teil. Die präsentierten sich auf unterschiedlichste Art und Weise, aber vor allem meist mit viel Spaß und Selbstironie.

Nach einjähriger Kirmespause bewiesen die Netraner damit, dass rasten nicht zwangsläufig rosten heißt und stellten einen sehr unterhaltsamen Umzug auf die Beine.

Von Wolfram Skupio

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