Elternvertreter fordern erneute Verhandlung – Vorschläge zur Gegenfinanzierung fehlen

Streit um Kindergartenbus

Streit um den Kindergartenbus: Kristina Larbig-May (links) und Jasmin Ronshausen suchen eine Lösung. Foto: Kiele

Ringgau. Eltern aus dem Ringgau fordern in einem offenen Brief an die Gemeindevertreter den Kindergartenbus erneut auf die Tagesordnung zu nehmen. Vor drei Wochen wurde beschlossen, dass der Kindergartenbus ab dem 1. August nicht mehr fahren wird.

In dem Brief erklären die Elternvertreter, dass sie Ende Januar in einem Sechs-Augen-Gespräch vielfältige Vorschläge zur Finanzierung des Busses gemacht haben. Sie schlugen vor, an den Bus Werbung von ortsansässigen Unternehmen anzubringen oder den Seniorenbus mitnutzen zu können. Dass es keine Vorschläge gegeben habe, sei unwahr.

Unterschriften gesammelt

Desweiteren betonen die Elternvertreter in ihrem Brief, dass sie Unterschriften gesammelt haben und diese dem Bürgermeister vorgelegt hätten. Die Aussage, dass ein morgendlicher Blick vor dem Kindergartengebäude die Überflüssigkeit des Busses beweise, setze laut den Elternvertretern „handfeste Zweifel am Geisteszustand aller Anwesenden voraus“. Aus einer Momentaufnahme zu schließen, dass alle Eltern ihre Kinder selbst in den Kindergarten bringen, sei „mindestens fragwürdig“. Bürgermeister Klaus Fissmann bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass ein Gespräch stattgefunden habe. Er besitze jedoch keine Unterschriftenliste. Desweiteren betonte er, dass er morgens viele Eltern vor dem Kindergarten sehe, die ihre Kinder selbst dort hinbringen. Mittags werde seiner Meinung der Bus mehr genutzt.

Die „freiwillige Leistung“ im Haushaltsplan, die der Bus ist, sei „ein Scheinargument, um den schwarzen Peter an eine übergeordnete Stelle weiterzureichen“, meinen die Elternvertreter. Wenn der politische Wille da sei, könnten Kindergartenbusse sehr wohl erhalten bleiben, heißt es in dem offenen Brief. „Mir geht es um die Gegenfinanzierung. Da ist mir kein Vorschlag genannt worden. Wenn ein Vorschlag zur Gegenfinanzierung vorliegt, sind die Gemeindevertreter zu Gesprächen bereit“, sagt Fissmann. (kie)

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