Gelungene Integration

Große Resonanz: 300 Gäste besuchen Abend der Begegnung in Wichmannshausen

Abend der Begegnung in Wichmannshausen
+
Altes deutsches Liedgut zum Abend der Begegnung: Die Kindergruppe des aus Bad Hersfeld stammenden Chores „Rjabinuschki“ sang und tanzte am Abend der Begegnung im Dorfgemeinschaftshaus Wichmannshausen.

Wichmannshausen. Am Samstagabend hatte der Verein Deutsche Jugend aus Russland in Zusammenarbeit mit dem 24-jährigen Russlanddeutschen Marcel Isinger und der Stadt Sontra zum zweiten „Abend der Begegnung“ in das Dorfgemeinschaftshaus nach Wichmannshausen eingeladen.

Wir nennen die drei wichtigsten Aspekte des Abends:

1. 300 Gäste im Dorfgemeinschaftshaus

Die Veranstaltung spricht nicht nur Russlanddeutsche an. „Ich freue mich sehr, dass der Abend der Begegnung so angenommen wurde“, bilanziert Isinger, der am 70. Geburtstag seines Großvaters Viktor Gerlinger die Veranstaltung in einem bis auf dem letzten Platz gefüllten DGH eröffnete. Auch Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt war überwältigt von der Resonanz und freute sich, dass mehr als 300 Bürger den Tag nutzten, um auf Menschen aus anderen Kulturen zuzugehen.

2. Liedgut aus der Heimat

Die Musik passte zum Abend. Der Frauenchor „Rjabinuschki“ aus Hersfeld sorgte mit alten deutschen Volksliedern der Vorfahren, zu denen wie damals an der Wolga getanzt wurde, für den musikalischen Auftakt. Der Projektchor Sontraer Land, der sich aus Männergesangvereinen aus Ulfen, Breitau, Berneburg und Sontra zusammensetzt, verdiente sich viel Applaus. Die inbrünstig singenden 30 Sänger setzten auf zum Thema passende Lieder, wie zum Beispiel „Teure Heimat“ von Giuseppe Verdi.

Neben den musikalischen Darbietungen von Ida Stricker sowie dem Ehepaar Lilla und Friedrich Sterz rundete die Tanzgruppe Levitation, die mit Regina Müller und Katharina Geringer zwei Russlanddeutsche in den eigenen Reihen hat, ein facettenreiches und buntes Musikprogramm ab.

3. Integration in Sontra

Russlanddeutsche sind in Sontra hervorragend integriert. „Die Zahl der Spätaussiedler war in den Jahren 1994 und 1995 deutlich höher als die Zahl der Flüchtlinge in den Jahren 2015 bis 2017“, erklärte Landrat Stefan Reuß die damalige Herausforderung. Für Sontra war diese Situation aber nicht neu, betonte der pädagogische Leiter der Adam-von-Trott-Schule Ludger Arnold: „Sontra hat eine wechselhafte Geschichte durch den Bergbau, wodurch sich die Stadt schon vor Ankunft der Spätaussiedler offen präsentierte und viele Menschen erfolgreich integrierte.“

Nelli Isinger rundete die Podiumsdiskussion ab, indem sie sich im Namen der Russlanddeutschen bei den Menschen bedankte, die sie bei der Integration unterstützen.

Abend der Begegnung in Wichmannshausen

Verein Deutsche Jugend aus Russland veranstaltete zusammen mit Marcel Isinger und der Stadt Sontra den zweiten Abend der Begegnung in Wichmannshausen
Verein Deutsche Jugend aus Russland veranstaltete zusammen mit Marcel Isinger und der Stadt Sontra den zweiten Abend der Begegnung in Wichmannshausen
Verein Deutsche Jugend aus Russland veranstaltete zusammen mit Marcel Isinger und der Stadt Sontra den zweiten Abend der Begegnung in Wichmannshausen
Verein Deutsche Jugend aus Russland veranstaltete zusammen mit Marcel Isinger und der Stadt Sontra den zweiten Abend der Begegnung in Wichmannshausen
Abend der Begegnung in Wichmannshausen

Von Marvin Heinz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare