Anna Landgrebe ist Sontras älteste Frau

Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer überbringt Anna Landgrebe seine Glückwünsche. Foto: sb

Sontra. „So schwer wie das Leben auch manchmal war, es war immer schön“, sagt Anna Landgrebe lächelnd. Gestern hat die gebürtige Weißenhaslerin ihren 102. Geburtstag gefeiert und ist damit die älteste Einwohnerin der Stadt Sontra. Zusammen mit ihrer Familie, Verwandten und Freunden wurde der hohe Geburtstag mit Kaffee und Kuchen im Awo-Seniorenzentrum an der Wichmannswiese, in dem sie seit 2006 lebt, begangen.

Auch Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, der Anna Landgrebe noch aus seiner Kindheit kennt, sowie Lothar Hellwig gratulierten und überbrachten Grüße der Stadt und des Werra-Meißner-Kreises. „Schon seit dem 90. Geburtstag komme ich jedes Jahr zu Besuch, der 102. ist wirklich etwas ganz Besonderes, das dürfen nicht viele feiern“, so Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer.

Geboren wurde Anna Landgrebe unter dem Namen Binder am 20. Februar 1911 in Weißenhasel. Ihren Mann Johannes kannte sie schon seit ihrer Kindheit aus der Nachbarschaft, 1936 heiratete das Paar und zog gemeinsam nach Bebra. 1937 kam Tochter Herta zur Welt, 1942 wurde Tochter Anneliese geboren. 1944 starb Anna Landgrebes Ehemann im Krieg, und für die kleine Familie brach eine harte Zeit an. „Große Unterstützung bekam sie damals und auch heute noch von Familie Küch aus Weißenhasel sowie von der Familie Ewald aus Sontra“, so Tochter Anneliese Wachtel.

Bis zu ihrem Einzug ins Seniorenheim der Arbeiterwohlfahrt kümmerte sich Anna Landgrebe selbstständig um ihren Haushalt. Ernsthafte Krankheiten hatte sie nie. „Gerade hatte sie eine schwere Erkältung, von der sie sich zum Glück schnell erholen konnte, jetzt ist sie wieder bei bester Gesundheit“, erzählt Anneliese Wachtel.

Singen war schon immer eins ihrer liebsten Hobbys, auch heute singt die Seniorin mit den anderen Bewohnern regelmäßig, aber auch Gymnastik, Bingo und Gedächtnisspiele stehen hoch im Kurs.

Anna Landgrebes Leben wurde sehr durch die zwei Weltkriege geprägt, in denen sie ihren Vater und ihren Mann verloren hat. Ihre Familie, ihre Verwandtschaft und ihre Töchter gaben ihr die Kraft, weiterzumachen und nach vorne zu schauen. „Ich wünsche Ihnen vor allem viel Gesundheit, und dass wir uns nächstes Jahr zum 103. wiedersehen“, brachte Lothar Hellwig die Glückwünsche auf den Punkt. (sb)

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