Auf dem Friedhof in Sontra-Weißenborn gibt es nun eine Fläche für Urnenrasengräber

In Eigenleistung erbracht: Der Naturstein gehörte bis vor ein paar Jahren noch zu einer anderen Grabstätte. Auf dem Bild zeigt Ortsvorsteher Werner Görke auf das erste Schild, welches dort schon mal zur Anschaulichkeit angebracht wurde. Foto: Funk

Weißenborn. In der kleinen Ortschaft Weißenborn bei Sontra wird das Wort Eigeninitiative großgeschrieben. Dank der engagierten Einwohner gibt es auf dem dortigen Friedhof nun eine Fläche für Urnenrasengräber – eine immer beliebter werdende Form, sich bestatten zu lassen.

Vollständig abgeschlossen sind seit dieser Woche die Arbeiten für die neu entstandenen Urnenrasengräber auf dem Weißenbörner Friedhof. „Auf Wunsch vieler Einwohner ist die Idee entstanden, diese Art von Gräbern auch hier im Ort anzubieten“, berichtet Ortsvorsteher Werner Görke. Sechs Weißenbörner haben seit Beginn der Umsetzung im März hierfür 63 Stunden ehrenamtlich geleistet.

Etwa 60 Quadratmeter Rasenfläche sind für die Urnengrasgräber eingeplant. Ein großer Findling, der einst zum Grab eines ehemaligen Lehrers im Dorf gehörte und der aufgrund der abgelaufenen Ruhezeit entfernt werden musste, ziert jetzt unübersehbar die für die Gräber vorgesehene Rasenfläche auf dem Friedhof. „An dem Naturstein ist eine Platte befestigt, an der Schilder mit dem Namen sowie Geburts- und Sterbedatum angebracht werden“, erklärt der Ortsvorsteher von Weißenborn.

Anders als bei Wahlgrabstätten ist es bei den Urnenrasengräbern nicht möglich, diese als Familien-Ruhestätte zu nutzen, da es nur für Einzelpersonen gedacht ist. Weil die Gräber in einer Rasenfläche liegen ist es außerdem nicht gestattet, diese mit Grabschmuck zu verzieren. Nur durch Abschätzen und anhand des platzierten Schildes auf der Platte des Steins ist es später möglich, den ungefähren Standort der Urne eines Verstorbenen zu ermitteln.

„Bei den Urnenrasengräbern entfällt, im Gegensatz zu anderen Bestattungsformen, jeglicher Pflegeaufwand für die Angehörigen“, sagt Doris Weiland, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Sontra.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare