Awo-Kita zieht 2020 in die Sontraer Grundschule ein

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Um sie geht es: die Regenbogenschule.

Sontra – Die Awo-Kindertagesstätte Villa Kunterbunt zieht im Jahr 2020 in die dann leer stehende Regenbogengrundschule in Sontra. Das teilt Bürgermeister Thomas Eckhardt mit. Zudem sollen barrierefreie Wohnungen sowie Räume für Kirche und Pflege dort entstehen.

Hintergrund hierfür ist, dass die Grundschüler samt Kollegium in den Herbstferien 2019 das Gebäude räumen, um auf den gerade entstehenden gemeinsamen Schulcampus mit der Adam-von-Trott-Schule in Sontra umzusatteln. Damit Leerstand und Verfall des Grundstücks mit mehr als 7000 Quadratmetern Fläche – 3000 Quadratmeter davon im Inneren – verhindert werden, hat sich der Verwaltungschef um ein Folgenutzungskonzept bemüht, seit der Umzug der Regenbogenschule feststeht.

Das Sontraer Stadtparlament hatte beschlossen, das Rückübertragungsrecht für das Gebäude in Anspruch zu nehmen. Denn bei der Schulreform im Jahr 1975 wurde das Gebäude dem Kreis überschrieben. Der Stadt steht der Komplex ab Herbst wieder zu, weil er nicht mehr schulisch genutzt wird.

Im Jugendheim, wo die Awo-Kita jetzt untergebracht ist, gebe es laut Eckhardt einen Sanierungsstau von bis zu 400 000 Euro sowie eine unpraktische Unterbringung in zwei Stockwerken. Das Erdgeschoss der Regenbogenschule, wo die 50 Kinder (nach geplanter Erweiterung 75) ihre Räume bekommen sollen, befinde sich in einem besseren Zustand. Knapp 200 000 Euro sind für „Anpassungsarbeiten“ im Dienstag eingebrachten Haushalt 2019 veranschlagt – wie die Schaffung eines geeigneten Außenbereichs oder den kleinkindgerechten Umbau der Sanitäranlagen. 90 Prozent Förderung stünden in Aussicht.

Welches Unternehmen investiert, verrät Thomas Eckhardt noch nicht. Die Stadt will das Areal günstig verkaufen, dafür aber mietfrei die 900 Quadratmeter im Erdgeschoss für die Kita nutzen. Weiterhin sollen barrierefreie Wohnungen entstehen, auch eine Nutzung durch die Kirche und einen Pflegedienst seien im Gespräch. Eine Gesamt-Investitionssumme stehe nicht fest. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, dass wir das Areal mit vielen Akteuren gemeinsam mit Leben füllen und so Leerstand verhindern“, sagt Eckhardt. 

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