Spatenstich

Bau der Rettungs- und Feuerwache in Wichmannshausen ist gestartet

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Durfte Probe sitzen im Bagger: Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt – gesteuert hat er das Gerät natürlich nicht.

Wichmannshausen.

Am Mittwoch lud Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt alle beteiligten Akteure zum Spatenstich ein.

Etwas mehr als 780 000 Euro investiert die Stadt Sontra in den Gebäudeteil für die Brandschützer, die restlichen 1,2 Millionen entfallen auf den Rettungsdienst ASB. Die Kommune wird zudem mit 190 000 Euro vom Land bezuschusst, der Werra-Meißner-Kreis legt noch mal zehn Prozent der förderfähigen Kosten oben drauf. Erst am Dienstagabend beschloss Sontras Stadtverordnetenversammlung, die noch ausstehenden finanziellen Mittel im Haushalt 2019 bereitzustellen. Denn bisher waren nur 725 00 Euro schon im Jahr 2017 veranschlagt.

Grund für die zeitliche Verzögerung war der Findungsprozess des geeigneten Standortes. Zuerst hatten die politischen Gremien ein städtisches Grundstück am Höhenweg im Auge. Das wäre deutlich billiger gewesen, hätte aber bedeutet, dass die Feuerwehr- und Rettungswagen mit Blaulicht und Martinshorn durch Wohngebiete des Ortes fahren müssen. Dementsprechend gab es  Proteste aus der Bevölkerung. Nachdem die sich zunächst schwierig gestaltenden Preisverhandlungen für den Platz „Am Ehrenmal“ – direkt an der B 27 gelegen – doch erfolgreich abgeschlossen wurden, entsteht die Wache nun dort. „Den besten und idealen Standort“, nennt es Bürgermeister Thomas Eckhardt.

Ein Jahr Bauzeit

Ein Jahr Bauzeit sind etwa geplant. Eckhardt hob die Synergieeffekte hervor. Sowohl bei den Ausschreibungen für Bauleistungen als auch später bei Heiz- oder anderen Unterhaltungskosten seien die durch die Unterbringung von Feuerwehr und Rettungsdienst in einem Gebäudekomplex nicht zu übersehen. Zumal das in die Jahre gekommen Feuerwehrgerätehaus in Wichmannshausen ohnehin an allen Ecken und Enden hätte saniert werden müssen. Ein Neubau erwies sich letzten Endes als wirtschaftlicher. Auch für den ASB ist der sinnvoll – wegen des Platzbedarfs für ein zweites Fahrzeug.

„Es ist ein Leuchtturmprojekt“, ist sich der Verwaltungschef sicher. Michael Görner, Geschäftsführer des ASB Nordhessen, brachte seine Freude zum Ausdruck: „Das ist das erste Mal in Hessen, dass Feuerwehr und ASB in ein gemeinsames Haus ziehen.“ Landrat Stefan Reuß wies zwar darauf hin, dass mit der Baugenehmigung des Regierungspräsidiums noch eine Formalie fehle, er aber von dem Vorhaben überzeugt sei. „Der Kreis als Rettungsdienstträger ist froh, dass mit diesem günstigen Standort an der Bundesstraße auch die Gemeinde Ringgau erschlossen wird“, sagte er.

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