Nach einigen Verzögerungen hat der Umbau in der St.-Johannes-Kirche begonnen

Begegnungen im Kirchturm

Tonnenweise Bauschutt haben die Freiwilligen aus der Kirche transportiert. Er war beim Abriss der Zwischenwände, der Decken und beim Aufstemmen des Betonfußbodens angefallen. Im Frühjahr soll alles fertig sein. Foto: Eckhardt

Ulfen. Die Arbeiten zum Umbau des Inneren des Kirchturms der St.-Johannes-Kirche haben begonnen. Mit einigen Monaten Verzögerung haben Freiwillige aus dem Sontraer Stadtteil jetzt mit den Vorarbeiten für die Handwerksfirmen angefangen. Spätestens im Frühjahr, davon geht der Sontraer Architekt Uwe Schwabe aus, wird das Kircheninnere inneuem Glanz erstrahlen. Ursprünglich sollten schon jetzt die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Ulfener mussten so lange auf den Baubeginn warten, weil das Okay der Landeskirche fehlte.

Der Kirchturm soll zur Begegnungsstätte werden. Die Kirchengemeinde von Ulfen plant, das Innere des ehemaligen Wehrturms so umzubauen, dass man dort Empfänge, Ausstellungen, aber auch Gottesdienste veranstalten kann, ohne gleich die gesamte Kirche nutzen zu müssen. Viele Bausünden des vergangenen Jahrhunderts werden beseitigt. Der Durchgang zum Kirchenschiff wird vergrößert, die beiden letzten Bankreihen herausgenommen. Mit einer Glaswand werden Schiff und Turm abgetrennt. Der Aufgang zum Turm und ein Abstellraum werden zu dem neuen Begegnungsraum dazugenommen. Bereits freigelegt sind die Fresken über dem Hauptausgang, die früher einfach übermalt wurden.

Die Freiwilligen aus Ulfen, die immer bereitstehen, wenn Hilfe benötigt wird, haben unter der fachkundigen Anleitung von Bauleiter Willi Buchenau jetzt die hinteren beiden Reihen der Kirchenbänke entfernt und mit ersten Abrissarbeiten begonnen. Eine Zwischenwand zum Kirchenschiff wurde eingerissen, der Betonfußboden aufgestemmt und die Deckenverkleidung entfernt. Den angefallenen Bauschutt haben die Mitglieder des Kirchenvorstands, des Ortsbeirats und die Gemeindemitglieder mit Hilfe eines Containers entsorgt. Sie haben auch die drei Denkmalsteine aus dem Turm entfernt, die zukünftig die inzwischen renovierte Friedhofshalle zieren sollen.

Insgesamt wurden in den vergangenen zwei Wochen bereits zirka 135 Arbeitsstunden absolviert. „Etwa 200 Stunden werden es am Ende werden“, schätzt Willi Eckhardt aus dem Kirchenvorstand. In den nächsten Wochen sollen nun die beauftragten Handwerksfirmen ihre Arbeiten aufnehmen.

Rund 70 000 Euro wird der Umbau kosten. Dafür hat sich die Kirchengemeinde mächtig ins Zeug gelegt. Ein Förderverein wurde gegründet, der Geld gesammelt hat. 22 000 Euro haben die Bemühungen gebracht. Der Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte die Spenden auf über 44 000 Euro verdoppelt. Der Rest des Geldes wird aus Kirchenmitteln finanziert.

Von Tobias Stück

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