Rund ums Richelsdorfer Gebirge: Bergbaugeschichte kann man bald auf dem Rad erleben

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Zeitzeugnisse: Bilder wie diese und jede Menge historische Exponate liegen in den Bergbaumuseen Sontra, Nentershausen und Cornberg aus, die die Hauptstandorte der Glück-Auf-Radroute darstellen.

Entlang eines Rundkurses um das Richelsdorfer Gebirge stellt der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land Informationstafeln zur Bergbaugeschichte und Geologie an besonderen Stationen auf.

Die mit dem passenden Namen versehene Bergbau-Radroute „Glück Auf“ zwischen Sontra, Nentershausen und Cornberg soll an die Bergbautradition der drei Nachbarkommunen erinnern. Gestern trafen sich Vertreter aller drei Gemeinden zum offiziellen Projektstart.

Entlang des Rundkurses (siehe Grafik rechts) stellt der Geo-Naturpark Frau-Holle-Land Informationstafeln zur Bergbaugeschichte sowie der Geologie an besonderen Stationen auf. Dazu gibt es auf der 35 Kilometer langen Strecke die passende Beschilderung. Die Hauptstandorte sollen die Bergbaumuseen in Nentershausen und Sontra sowie das Sandsteinmuseum in Cornberg bilden. 40 000 Euro kostet die Errichtung, wobei 25 000 Euro im Voraus an Fördergeldern beschafft werden konnten.

„Wir wollen den Menschen – gerade auch der jungen Generation – die für unsere Region bedeutende Historie des Bergbaus, der bis in die 1960er-Jahre betrieben wurde, näherbringen“, sagte Bürgermeister Thomas Eckhardt bei der Zusammenkunft im Sontraer Rathaus. Er, die Bürgermeister der zwei anderen Kommunen, ehrenamtliche Vertreter der Bergbau- und Heimatvereine sowie Landrat und Regionalmanagements beider Kreise arbeiten an dem Projekt mit.

Geeignet soll der Radweg im Übrigen auch für E-Bikes sein. Es gebe durchaus anspruchsvolle Teilstücke, aber auch familienfreundliche Abschnitte. Federführend mit der Beschilderung und der Erstellung der Infotafeln ist Naturpark-Mitarbeiter Diethard Lindner betraut, der hervorhob, dass ohne das auf die einzelnen Orte bezogene Fachwissen der Ehrenamtler ein solches Projekt gar nicht möglich gewesen wäre.

Wegen des reichen Fundus’ an Informationen ist gar angedacht, noch ein Buch zusammenzuschreiben. „Das kriegen wir gar nicht alles auf die Infotafeln“, so Lindner. Auch wird es auf der Internetseite des Geo-Naturparks natürlich weitergehendes Informationsmaterial zum Radweg geben. Bis zum Beginn der Fahrrad-Saison 2020 sollen Schilder und Tafeln an den einzelnen Orten stehen.

Landrat Stefan Reuß nannte den Bergbau einen Ursprung des heutigen Wohlstandes, der der jüngeren Generation nähergebracht werden müsse. Auch sei das eine weitere Chance zur Vermarktung der gesamten Region.

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